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Hilfen für Veranstaltungsbranche: Enttäuschung bei der Linken

Lübeck: Vergangenen Montag sei ein Dringlichkeitsantrag der Lübecker "Die Linke" zur Unterstützung der Veranstaltungsbranche gegen die Stimmen von "Linken", Grünen FDP, und Unabhängigen mit den Stimmen der Großen Koalition und AfD kategorisch, ja sogar ohne jegliche Stellungnahmen, abgelehnt worden, kritisiert die linke Fraktion enttäuscht.

Mit einer deutlich überzogenen Redezeit habe Robin Burkard, kulturpolitischer Sprecher der Lübecker "Linken", bis zuletzt um die Erteilung der Dringlichkeit und die Unterstützung der anderen Parteien geworben. Ohne Erfolg.

"Wie schon dem Titel des Antrags entnommen werden kann, unterstützt "Die Linke" klar die Rettung der Lübecker Veranstaltungsbranche. Wie unter anderem der Tagesschau vergangene Woche sicher entnommen wurde, als Hunderte in der Veranstaltungsbranche Tätige symbolisch ihr letztes Hemd vor den Bundestag legten, ist dies auch bitter nötig", appelliert Robin Burkard. Man hätte hier in Lübeck mit gutem Beispiel vorangehen und die Forderung nach Hilfen der Veranstaltungswirtschaft unterstützen können, denn durch die Corona-Krise seien, wie man im Ausschuss für Kultur und Denkmalpflege sicher wisse, besonders die Kultur- und Veranstaltungsbetriebe betroffen. Da kaum noch Veranstaltungen und öffentliche Events stattfinden könnten, seien die wirtschaftlichen Einbußen hier dramatisch, ja nachhaltig existenzgefährdend.

"Nun sind wir ja als vorbildliche Hansestadt bereits in dem Genuss eines Soforthilfeprogramms für freie Kulturschaffende und die freie Lübecker Theaterszene. Es ist keine absurde Idee, auch die Veranstaltungsbetriebe in Lübeck in diesen Kulturrettungsfond mit aufzunehmen. Die Veranstaltungswirtschaft hat auch hier bei uns die auferlegten Maßnahmen zur Pandemieeindämmung sämtlich mitgetragen, bei beschlossenen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen wurde die Veranstaltungswirtschaft bundesweit jedoch nur ausgesprochen unzureichend berücksichtigt", erklärt Burkard.

Die Eventbranche sei ein riesiger Wirtschaftszweig, den auch wirtschaftlich-bürgerliche Parteien nicht vergessen dürften. "Wir haben 1,2 Millionen Euro für die Theater und Kulturstätten in Lübeck zur Verfügung gestellt und die Verwaltung hat auch auf meine Anfrage hin bestätigt, dass dieser Fond nicht mal zur Hälfte ausgeschöpft werden braucht. Wir möchten nun, dass auch Veranstaltungsbetriebe auf den Fond zugreifen können und dieser bei Bedarf auch erhöht werden kann. Das ist eine naheliegende, keine radikale Forderung", zeigt sich Burkard am Ende des Ausschusses enttäuscht.

"Enttäuschend ist auch die kategorische und unkommentierte, geschlossene Ablehnung durch die "Sozial Demokratische Partei Deutschlands" in Lübeck. Man hätte wenigstens miteinander darüber sprechen können", findet Burkard. "Die Linke" hoffe im nächsten Kulturausschuss, neben den Grünen und Unabhängigen, auf mehr Unterstützung für ihren Antrag. Das Engagement für ein gerechtes und solidarisches Miteinander in der Corona-Krise werde sie aber auch bei einer Ablehnung im Ausschuss sicher nicht einstellen. Nur gemeinsam werde man durch diese Krise gehen können.

Robin Burkard, der kulturpolitische Sprecher der Lübecker

Robin Burkard, der kulturpolitische Sprecher der Lübecker "Die Linken", hat bis zuletzt um die Erteilung der Dringlichkeit und die Unterstützung der anderen Parteien geworben.


Text-Nummer: 140496   Autor: Fraktion Die Linke   vom 16.09.2020 um 10.59 Uhr

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