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Warnstreik bei der Post auch in Lübeck

Lübeck: Archiv - 18.09.2020, 08.49 Uhr: Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat für Freitag und Samstag ab 8 Uhr die Beschäftigten bei der Deutschen Post AG (DP AG) auch in Lübeck aufgerufen.

In Schleswig-Holstein bleiben an diesem Wochenende bis zu 560.000 Briefe unbearbeitet und bis zu 80.000 Pakete liegen, berichtet die Gewerkschaft. Hiervon seien rund 300.000 Haushalte betroffen.

„Wir erwarten von dieser dritten Verhandlungsrunde substanzielle Fortschritte. Es gibt eine klare Forderung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Verhandelt wird am Verhandlungstisch und nicht mit einseitig verfassten Diktaten, wie es sich die Post AG wünscht“, erklärt ver.di-Fachbereichsleiter Postdienste Nord, Lars-Uwe Rieck.

„Unser Ziel in dieser Tarifrunde ist ein ordentliches Lohnplus für die Beschäftigten der Deutschen Post AG. Die Warnstreiks der letzten Tage waren nur ein kleiner Vorgeschmack darauf, wie entschlossen die Beschäftigten sind, ihren berechtigten Anspruch am Unternehmenserfolg einzufordern“, so Rieck weiter.

ver.di fordert für die rund 140.000 Tarifbeschäftigten bundesweit eine lineare Erhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten. ver.di verlangt zudem für die Auszubildenden und Dual-Studierenden eine monatliche Erhöhung um 90 Euro. Darüber hinaus soll die Postzulage für die verbeamteten Postbeschäftigten fortgeschrieben werden. Sie ist eine postspezifische Form der Sonderzahlung für Bundesbeamte.

Für Montag und Dienstag sind keine Warnstreiks vorgesehen. Der nächste Verhandlungstermin findet am 21./22. September in Kassel statt.

Am Freitag und Samstag kann es zu Verzögerungen bei der Postzustellung kommen.Foto:JW

Am Freitag und Samstag kann es zu Verzögerungen bei der Postzustellung kommen.Foto:JW


Text-Nummer: 140549   Autor: Verdi/red.   vom 18.09.2020 um 08.49 Uhr

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