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StartUp Boom in Schleswig-Holstein: Corona als Katalysator

Schleswig-Holstein: Archiv - 18.09.2020, 10.53 Uhr: Schleswig-Holstein holt bei Gründungen auf. Das zeigt der KfW Gründungsmonitor 2020. "Zum zweiten Mal in Folge konnten wir uns um einen Platz verbessern und stehen aktuell auf Platz 10 im Ranking der Bundesländer", erklärt Dr. Anke Rasmus, 1. Vorsitzende des Vereins StartUp SH. Der 2017 gegründete Verein will die Gründungskultur im Land stärken und die Zahl erfolgreicher Gründungen steigern.

Derzeit engagieren sich dafür 26 Mitglieder aus Hochschulen, hochschulnahen Einrichtungen, Wirtschaftsförderung und Wirtschaft aus ganz Schleswig-Holstein. Gründungsinteressierten bieten sie auf dem gesamten Weg zum eigenen Unternehmen die Unterstützung, die sie brauchen, um ihre Ideen erfolgreich umsetzen und damit Arbeitsplätze zu schaffen. "Die Gründungsberatung ist oft der erste Anknüpfungspunkt und die Nachfrage bei unseren Mitgliedern trotz Corona ungebrochen", betont Rasmus. Nach einem kurzen Einbruch zu Beginn des Lockdowns steigen die Beratungszahlen wieder und liegen teilweise sogar über dem Vorjahresniveau.

Corona scheint dabei wie ein Katalysator zu wirken, eine bestehende Idee anzugehen. Die Kieler starterkitchen führte die letzte Runde ihres Programms "Start A StartUp" kurzerhand digital durch und unterstützte während des Lockdowns 13 Teams aus ganz Schleswig-Holstein auf dem Weg zur Gründung. "Nach der Wiedereröffnung unseres Co-Workingspace im Mai sind bereits weitere zehn neue Teams mit insgesamt 17 Gründer dazugekommen", berichtet Julia Seifert vom starterkitchen-Team, "das zeigt uns, dass viele Personen die Zeit genutzt haben, um kreativ zu werden und ihre Ideen trotz und teilweise auch wegen Corona umzusetzen und in Schleswig-Holstein zu gründen."

Bereits im April wurden 22 sozialunternehmerische Projekte und Social Startups aus Schleswig-Holstein über den yooweedoo Ideenwettbewerb finanziert. "Trotz der Corona.Pandemie sind alle Projekte und Startups erfolgreich gestartet und im Mai haben wir das Social Entrepreneurship Summercamp mit 80 Teilnehmer komplett digital durchgeführt", berichtet Christoph Corves Professor für Geografie und Medien an der Kieler Christian-Albrechts-Universität. Ab September bietet yooweedoo im Rahmen der "Akademie für Social Entrepreneurship" ein vielfältiges Bildungs- und Beratungsprogramm für Gründer von Social Startups an, das größtenteils online stattfindet.

Beim Exist-Team der Muthesius Kunsthochschule sind die Erstanfragen für eine Orientierungsberatung zum Thema Gründung, Selbstständigkeit und konstant geblieben. "Allerdings führen wir besonders viele zusätzliche Beratungen und Reflexionsgespräche mit von Corona betroffenen Akteur durch, die meistens bereits gegründet haben", berichtet Diplomdesignerin Claudia Haßfurther vom Beratungsteam. Dabei geht es oftmals um finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten und besonders häufig zu möglichen Anpassungen des Geschäftsmodells an die aktuelle Situation. Die IHK zu Kiel erkennt im Bereich Gründung trotz Corona-Pandemie eine vergleichsweise positive Tendenz. "Dabei wird nicht etwa mehr aus der Not heraus gegründet", betont Fabian Haushahn, Berater Existenzgründung und Unternehmensförderungen, "der Großteil der Gründerinnen und Gründer nutzen die Chance, ihre Geschäftsideen zu verwirklichen."

Die IHK-Veranstaltungen zum Basiswissen Gründung sind seit der Wiederaufnahme ausgebucht und auch die Einzelberatungen zur Existenzgründung werden gut angenommen. Einen Grund für das gute Gründungsklima und die konstante beziehungsweise steigenden Nachfrage an Beratungsgesprächen sieht Dr. Anke Rasmus in den gut vernetzten Angeboten für Gründungsinteressierte im ganzen Land. "Mit StartUp SH ist es uns gelungen, die Gründungskultur in Schleswig-Holstein zu verbessern. Wir sensibilisieren die Menschen für die Gründung eines eigenen Unternehmens und unterstützen sie auf ihrem Weg dorthin."

Durch den Verein sind alle wichtigen Akteure miteinander verbunden. Sie bündeln ihr Knowhow, entwickeln gemeinsame Angebote und wissen, wer auf welchem Gebiet Experte ist. "Egal wo in Schleswig-Holstein Gründungsinteressierte nach Unterstützung fragen, über das StartUp SH Netzwerk werden sie direkt zum richtigen Ansprechpartner geleitet", betont Rasmus.

Corona scheint dabei wie ein Katalysator zu wirken, eine bestehende Idee anzugehen. Screenshot: StartUp SH

Corona scheint dabei wie ein Katalysator zu wirken, eine bestehende Idee anzugehen. Screenshot: StartUp SH


Text-Nummer: 140554   Autor: StartUp SH   vom 18.09.2020 um 10.53 Uhr

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