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Mit Kälte gegen Vorhofflimmern: Neues Verfahren in Lübeck

Lübeck: Archiv - 24.09.2020, 09.49 Uhr: Das Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Gegen die Störimpulse im Gewebe, die den Herzschlag aus dem Takt bringen, werden oft Katheterablationen eingesetzt. Die Sektion Elektrophysiologie der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, hat nun als eines der weltweit ersten Zentren die neueste Katheter-Technologie zur Behandlung von Vorhofflimmern erfolgreich etabliert, den "PolarX"-Kälteballon.

Dieses Ablationssystem ermöglicht eine sichere und schonende Behandlung des erkrankten Herzgewebes mithilfe von Kälteenergie. "Der neue Kälteballon ist eine Verbesserung des bewährten Ablations-Konzeptes durch Kälte und bietet zusätzliche Funktionen, die den Patientinnen und Patienten zugutekommen", sagt Sektionsleiter Prof. Dr. Roland Richard Tilz.

Bei der sogenannten Kryoablation wird das für die Rhythmusstörungen verantwortliche Herzgewebe über einen Ballon-Katheter vereist. Dadurch verändern sich die entsprechenden Herzmuskelzellen derart, dass sie die störenden elektrischen Impulse nicht mehr leiten können. Das Team der Elektrophysiologie um Prof. Tilz und Oberarzt PD Dr. Christian-Hendrik Heeger bietet das gesamte Spektrum moderner Herzrhythmus-Diagnostik und Ablationstherapie an. Die Katheterablation von Vorhofflimmern wird am Universitären Herzzentrum Lübeck, einer fachübergreifenden Einrichtung der Medizinischen Klinik II und der Klinik für Herz- und thorakale Gefäßchirurgie, mit den modernsten Verfahren durchgeführt. Dazu gehören neben dem neuen Ablationsverfahren mit Kälteenergie auch Methoden, die auf Radiofrequenz- und Laserenergie basieren.

Mithilfe dieses Kälteballons wird das neue Ablationsverfahren am Campus Lübeck durchgeführt. Foto: UKSH

Mithilfe dieses Kälteballons wird das neue Ablationsverfahren am Campus Lübeck durchgeführt. Foto: UKSH


Text-Nummer: 140683   Autor: UKSH/Red.   vom 24.09.2020 um 09.49 Uhr

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