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Sport mit Krebs: Projekt läuft trotz Corona

Lübeck: Archiv - 24.09.2020, 12.27 Uhr: Trotz der Absage der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ kann das Projekt „Sport mit Krebs“ an den Sana Kliniken Lübeck weitergeführt und sogar ausgebaut werden – dank der großzügigen und vor allem uneigennützigen Unterstützung von Förderern und Sponsoren.

Das Projekt „Sport mit Krebs“, welches an den Sana Kliniken Lübeck etabliert und unter der Leitung des Sporttherapeuten Christof Degen-Plöger in den vergangenen 8 Jahren mehr als 550 Krebspatienten zurück in ein aktives Leben geführt hat, ist für alle Beteiligten eine wahre Herzensangelegenheit. Dies belegt die enge Partnerschaft zu Koordinatoren und Förderern des Projektes sowie der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“, die traditionell ebenfalls bereits seit 2012 in Kooperation mit den Partnern vom Lübecker Frauen-Ruder-Klub, dem Lübecker Ruder-Klub und dem NOZ e.V. (Netzwerk Onkologischer Zentren in Schleswig-Holstein) durchgeführt wurde. 1.632 Ruderer haben seitdem auf dem Elbe-Lübeck-Kanal mehr als 6.100 Trainingskilometer absolviert und sich im Rahmen der Siegerehrungen über insgesamt 480 Medaillen und 6.000 Luftballons in Girlanden gefreut. Bedauerlicherweise kann diese eindrucksvolle Statistik in diesem Jahr nicht weiter fortgeführt werden, da die beliebte Veranstaltung aufgrund der aktuellen Corona-Situation zur Sicherheit abgesagt werden musste.

Im Rahmen eines Pressetermins kamen am Mittwoch bei schönstem Wetter und mit viel Abstand die Organisatoren und Partner der Regatta zusammen, um dieses vom Corona-Virus geprägte Jahr für das Projekt „Sport mit Krebs“ Revue passieren zu lassen.

Claus Feucht, Vorstand der Stiftung Leben mit Krebs bedauerte die Absage sehr, freute sich aber umso mehr, dass die Förderer der Regatta das Projekt „Sport mit Krebs“ an den Sana Kliniken Lübeck trotz der Regatta-Absage großzügig unterstützten und so den Fortbestand des Sportangebotes sicherten.

Dr. Rainer Schulte, NOZ e.V. und Dr. Christian Frank, Geschäftsführer der Sana Kliniken Lübeck, bedanken sich gleichermaßen für die großzügige und uneigennützige Unterstützung des Projektes ‚Sport mit Krebs‘, welches für die Krebspatienten in und um Lübeck eine enorme Hilfe bedeute: „Sie machen viele Patienten sehr glücklich, denn für Sportprojekte dieser Art ist im Gesundheitssystem unseres Landes sonst keine Finanzierung vorgesehen.“ Der gemeinsame Sport und das soziale Miteinander sei gerade für ältere und alleinstehende Patient*innen ein sehr wichtiger Faktor im Genesungsprozess betonen beide weiter.

Mit außerordentlich viel Einsatz an Personal, Material und Räumlichkeiten haben der Lübecker Frauen-Ruder-Klub (LFRK) und der Lübecker Ruder-Klub (LRK) die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ und damit das Projekt „Sport mit Krebs“ in den vergangenen 8 Jahren begleitet. „Ohne diese enorme Unterstützung wären sowohl die Trainings als auch die Durchführung der Regatten nicht möglich gewesen“, dankte Dr. Schulte den Anwesenden beider Klubs stellvertretend für alle Beteiligten Ruderer sehr herzlich.

Das Corona-Virus hatte zunächst für das Projekt rund um Sporttherapeut Christof Degen-Plöger und beide Lübecker Ruder-Klubs dramatische Auswirkungen. So durfte aufgrund der geltenden Hygieneregelungen zwei Monate keinerlei Ruder-Aktivitäten stattfinden, dann zunächst nur in Einer-Booten. „Wir waren froh, als wir die ersten Boote wieder zu Wasser lassen durften“, berichtete Dr. Karen Aulrich (LFRK). „Jedoch führen die strengen Einschränkungen zu vielen Unsicherheiten und letztlich dazu, dass die Zahl der aktiven Ruderinnen zunächst stark sank. Rudersport ist eben für viele ein Teamsport. Umso erfreulicher ist es deshalb, dass es nun wieder erlaubt ist, in festen 10er-Mannschaften zu rudern,“ so Aulrich weiter. Unterstützt werden diese Aussagen auch von Frank Feldmann, Ruderwart des LRK. „Wir fürchten ganz besonders den Winter, denn dort sind – mit Ausnahme der Wochenenden natürlich - nur Trainings in der Halle möglich. Die Corona-Richtlinien erschweren dieses sehr, so dass wir hoffen, keine Mitglieder im Wintertraining zu verlieren“, betonte Feldmann. Gemeinsam mit dem LFRK erarbeite man aber derzeit entsprechende Hygienekonzepte für die kalte Jahreszeit.

Die Richtlinien sind auch für Christof Degen-Plöger und seine Patienten eine Herausforderung. „Nach dem coronabedingten Ausfall aller Therapieangebote in den ersten drei Monaten wurden relativ schnell Möglichkeiten zur Wiederaufnahme des Angebotes unter Berücksichtigung der Hygieneregeln ausgearbeitet. Zunächst waren die Patient*innen recht verhalten, denn als Risikogruppe waren gerade hier die Ängste vor dem Virus sehr groß“, berichtet der Sporttherapeut. „Durch eine Anpassung des Angebotes und viele persönliche Gespräche insbesondere auch zum Hygienekonzept, konnten die Teilnehmerzahlen nun aber wieder gesteigert werden“, berichtet Degen-Plöger weiter. Leider sei das sportliche Angebot aber noch nicht auf den Stand vor Corona umsetzbar. Gruppentherapien wie Walking und Gymnastik fänden - wenn überhaupt möglich - nur draußen statt und auch ein Ruder-Training könne aufgrund der strikten Regularien aktuell nicht angeboten werden.

Ängste der Patienten, ob das Projekt „Sport mit Krebs“ durch Corona und die daraus resultierende Regatta-Absage eingestellt werden muss, sind aktuell erfreulicherweise unbegründet. Dank der allergrößten Unterstützung der Lübecker Possehl-Stiftung und weiterer Förderer wie der Dräger-Stiftung kann dieses fortgeführt und im Rahmen der jeweils geltenden Richtlinien sogar ausgebaut werden. Stellvertretend für die Förderer unterstrich Hanno Teßmer, Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck, vor Ort: „Wir verstehen uns als Partner unserer Förderprojekte. Deshalb war es für uns selbstverständlich, dass wir auch in dieser Situation fest an der Seite des Projektes ‚Sport mit Krebs‘ stehen und einer Umwidmung des Förderbetrages gern zugestimmt haben.“ Auch die AMEOS Gruppe als weiterer Partner unterstützt weiter: „AMEOS steht für eine umfassende und zukunftssichere Gesundheitsversorgung der breiten Bevölkerung. Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen ist für uns selbstverständlich. Regelmäßig fördern wir soziale Projekte, wie zum Beispiel die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“, berichtet deren Vorstandsmitglied Michael Dieckmann im Rahmen eines schriftlichen Statements.

Zum Abschluss des Pressetermins sprach Dr. Frank allen Anwesenden aus dem Herzen: „Auch wenn wir unseren Förderern nicht genug für die diesjährige Unterstützung danken können, so wünschen wir uns sehr, dass sie dem Projekt ‚Sport mit Krebs‘ auch weiterhin gewogen bleiben. Außerdem hoffen wir, dass die Benefizregatta ‚Rudern gegen Krebs‘ 2021 wieder stattfinden kann, denn das sportliche Miteinander bei zumeist sonnigem Wetter vor der wunderschönen Kulisse am Elbe-Lübeck-Kanal sorgt bei allen Beteiligten stets für große Freude und sportlichen Ehrgeiz.“

Trotz Corona unterstützen die Beteiligten das Projekt weiterhin. Foto: Sana Klinken Lübeck

Trotz Corona unterstützen die Beteiligten das Projekt weiterhin. Foto: Sana Klinken Lübeck


Text-Nummer: 140707   Autor: Sana   vom 24.09.2020 um 12.27 Uhr

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