Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Mauerfall durchs Vaterunser

Lübeck: Zum 3. Oktober widmet HL-live.de Pastor Heinz Rußmann seine Gedanken zum Wochenende natürlich dem Tag der Deutschen Einheit. Für ihn ist dieser Teil der Geschichte eine Erfüllung der Bitten aus dem Vaterunser-Gebet.

Die Öffnung der Grenze am 9. November 1989 und die Wiedervereinigung sind gewiss eine wunderbare göttliche Fügung. Es gab zwar vorher schon viele Demonstrationen und viel politische Unruhe. Aber mit der Maueröffnung hatte sogar noch kurz vorher niemand im Ernst gerechnet. Mehrere große Politiker wie Kohl und Gorbatschow, de Maiziere, Genscher, Schäuble, Vogel und Bush hatten sich für die Wiedervereinigung eingesetzt. „Gott hat gewiss vielen der Handelnden die Kraft geschenkt, die Einheit zu vollenden“, sagte Björn Engholm heute im Rückblick. Sicher hat Gott dabei wunderbar mitgewirkt, dass es danach am 3. Oktober vor dreißig Jahren die deutsche Wiedervereinigung gab.

Unzählige deutsche Gebete hatten schon vorher Gott dafür erreicht. Viele Christen haben dabei auch zusätzlich das Vaterunser gebetet, welches von Jesus stammt. Sie haben es im Konfirmandenunterricht oder im Gottesdienst gelernt und oft gebetet.

Man kann bei der Wiedervereinigung sogar erahnen, dass Gott die sieben Bitten des Vaterunser–Gebets von Jesus erfüllt hat für Deutschland. „Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden!“ – Jesus und die Christen erwarten ein Friedensreich aller Völker, vollständig spätestens am Ziel der Weltgeschichte. Jesus wird ja von der Zeit nicht vertrieben, sondern er bleibt in Ewigkeit. Zum Teil hat Jesu Wirken sich durch den Mauerfall erfüllt. Es herrscht deshalb weitgehend Frieden in Deutschland.

„Unser tägliches Brot gib uns heute.“ Wir leben noch nicht im Paradies, aber haben in ganz Deutschland im Allgemeinen trotz Notfällen einen vergleichsweise akzeptablen Lebensstandard. Sogar heute trotz Corona.

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ Beide deutschen Staaten hatten sich damals auch gegenseitig viel Unrecht angetan. Zum Beispiel wurden an der Zonen-Grenze etliche Flüchtlinge erschossen oder starben durch Tretminen. Aber mittlerweile ist der Umgang zwischen ehemaligen Ost- und West-Deutschen versöhnlich und recht normal. Bei vielen Mitbürgern weiß man nicht einmal, ob sie aus dem Osten oder Westen stammen.

„Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.“ Mit das Böseste und Schrecklichste, was es gibt, nämlich einen Bruderkrieg, hat Gott durch seine himmlische Fügung verhindert. Ich werde es nie vergessen und erzähle es immer wieder, dass während der Kuba-Krise ein Krieg zwischen beiden deutschen Staaten ganz aktuell drohte. Da ich damals ein Zeitsoldat und Reserve-Offiziers-Anwärter in Blankensee war, durften meine Kameraden und ich die Kaserne nicht verlassen. Scharfe Munition wurde ausgeteilt und wir wurden erinnert, auf DDR-Soldaten im Kriegsfall zu schießen. Sonst galt man als Befehlsverweigerer, dem eine Gefängnis-Strafe drohte. Es war für mich und andere so schrecklich, als ob wir Verwandte töten sollten. Meine Familie stammt zum Teil aus Malchin in Mecklenburg. Mit unserer Patengemeinde in der DDR waren wir durch Besuche dort befreundet. Gott erhörte unser Gebet und „erlöste uns vom Bösen.“

„Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“

Deswegen können wir Deutschen heute Gott von Herzen danken für seine göttliche Fügung beim Mauerfall, der Wiedervereinigung durch Volk und Politiker und den Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober. Das können wir eigentlich das ganze Jahr über mit Dankbarkeit und Frohsinn feiern.

Außerdem können wir am Sonntag, den 4. Oktober, in den Kirchen das Erntedankfest feiern. Wir können Gott danken für die Ernte und unser Leben und jeden Tag ein Vaterunser beten. Amen.

Das wünscht uns allen Ihr

HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

Ihre Kommentare oder Fragen können Sie mir mailen unter heinzrussmann@web.de

Für Heinz Rußmann ist die Wiedervereinigung eine Erfüllung der Bitten aus dem Vaterunser.

Für Heinz Rußmann ist die Wiedervereinigung eine Erfüllung der Bitten aus dem Vaterunser.


Text-Nummer: 140890   Autor: red.   vom 03.10.2020 um 07.10 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.