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Linke beantragen Verkaufsstopp von Jugendzentrum

Lübeck: Mit Entsetzen hat die Lübecker Linke das Verkaufsangebot der städtischen Wohnungsgesellschaft Trave des Gebäudekomplexes in der Mengstraße zur Kenntnis genommen (wir berichteten).

In diesem Gebäudekomplex befinden sich gleich drei soziale Einrichtungen, das Jugendzentrum "Röhre", das kommunale Kino "KOKI" und eine Jugendherberge, die zwar zur Zeit noch von Mietverträgen geschützt sind, "aber nach deren Ablauf schwerlich auf Verlängerungen hoffen dürfen", so die Linke. Die Wohnungsgesellschaft beruft sich auf einen Beschluss der Bürgerschaft von 2012, demnach alle Gebäude der Trave die nicht zum Wohnen genutzt werden veräußert werden sollen.

"Dieser Beschluss muss rückgängig gemacht werden!", fordert Katjana Zunft, die Fraktionsvorsitzende der Linken. "Diese Entscheidung ist in einem Konsolidierungswahn in der Amtszeit des damaligen Bürgermeisters Saxe (SPD) gefallen und ist eine absolute Katastrophe. Niemand kann ernsthaft wollen, dass diese sozialen Einrichtungen an Investoren verkauft werden, die sich dann dort mit hochpreisigen Luxuswohnungen eine goldene Nase verdienen. Auch würde diese Entscheidung der Mengstraße das Leben aushauchen. Zurück bleibt eine Straße die höchstens noch für Touristen attraktiv ist. Wir fordern, dass die Stadt den Gebäudekomplex in der Mengstraße erwirbt und den Einrichtungen eine unbefristete Nutzung garantiert", so Zunft weiter.

"Auch über den geringen Verkaufspreis sind wir verwundert, denn trotz Sanierungsbedarfs, ist allein die Lage unbezahlbar. Hier findet eine weitere Verdrängung von sozialen Projekten zu Gunsten von Investoren und Profit statt. Das werden wir nicht zulassen und hoffen dass die Bürgerschaft sich unserem Antrag anschließt", ergänzt Andreas Müller Vorsitzender der Linken.

Die Linke wird einen Eilantrag an den Hauptausschuss stellen, der den Verkauf stoppen soll, die Ausschreibung läuft nur 4 Wochen und endet im Oktober, ein Monat ohne Bürgerschaftssitzung, so dass nur der Hauptausschuss darüber entscheiden kann.

Andreas Müller und Katjana Zunft wollen den Verkauf mit einem Eilantrag stoppen.

Andreas Müller und Katjana Zunft wollen den Verkauf mit einem Eilantrag stoppen.


Text-Nummer: 141066   Autor: Linke/red.   vom 12.10.2020 um 16.04 Uhr

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