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Am Montag streikt die Stadtverwaltung

Lübeck: Der ver.di-Bezirk Lübeck/Ostholstein ruft für Montag, 19. Oktober 2020, Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes aus Lübeck und Ostholstein zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Von 9 Uhr bis 12 Uhr findet eine zentrale Kundgebung mit anschließender Demonstration und Umzingelung rund um das Holstentor statt. Aufgerufen sind unter anderem die gesamte Stadtverwaltung und die Entsorgungsbetriebe in Lübeck.

Beteiligt sind die Mitarbeiter der Sana Kliniken Ostholstein (Delegationsstreik), der Kreisverwaltung Ostholstein, des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Ostsee - Standort Lübeck, die Stadtwerke Lübeck, die Stadtreinigung und Entsorgungsbetriebe Lübeck, die gesamte Stadtverwaltung Lübeck. Damit die städtischen Kindertagesstätten geöffnet bleiben können, ruft die Gewerkschaft hier nur Delegierte zum Streik auf. Die städtischen Senioreneinrichtungen werden vor dem Hintergrund der besonderen Hygienesituation nicht in den Warnstreik einbezogen, sie entsenden eine Delegation.

Neben Beteiligten aus verschiedenen Berufsgruppen wird die Stellvertretende ver.di Bundesvorsitzende und Verhandlungsführerin Christine Behle vor dem Holstentor gegen 10.30 Uhr über die aktuelle Tarifsituation berichten. Im Anschluss der Rede demonstrieren die Teilnehmenden im Gänsemarsch über den Lindenteller und umzingeln das Holstentor. Dabei sollen die roten Abstandsseile der Demonstranten auch die gemeinsame Solidarität für die Berechtigung der Forderungen dokumentieren. Begleitet werden die Aktionen von der Trommelgruppe „Super Rabatzki“.

„Weil die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde am 19. und 20. September 2020 immer noch kein Angebot vorgelegt haben, sondern stattdessen laut über Nullrunden, minimale Erhöhungen mit langen Laufzeiten bis hin zu massiven Einschnitten bei der Eingruppierung nachdenken, wird klar, dass wir für ein ernsthaftes Angebot der Arbeitgeber den Druck deutlich erhöhen müssen“, kommentiert Berith Jordan, Geschäftsführerin ver.di-Bezirk Lübeck/Ostholstein die Situation. Die ver.di Forderungen, die Gehälter um 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu erhöhen, seien ausgesprochen moderat. „Auch die Forderung der Erhöhung der Entgelte für Nachwuchskräfte um 100 Euro monatlich ist vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels mehr als angemessen“ begründet Jordan das Forderungspaket. Die 3. und letzte Verhandlungsrunde ist für den 23. und 24. Oktober 2020 in Potsdam geplant.

Am Montag ruft ver.di zu einem großen Streik in Lübeck auf.

Am Montag ruft ver.di zu einem großen Streik in Lübeck auf.


Text-Nummer: 141102   Autor: Verdi/red.   vom 14.10.2020 um 12.34 Uhr

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