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Unbewusste Beihilfe: LKA warnt vor dubiosen Mini-Jobs

Schleswig-Holstein: Archiv - 22.10.2020, 10.24 Uhr: Im September dieses Jahres ist es in Schleswig-Holstein wieder zu einer Anrufwelle falscher Polizeibeamter gekommen. Falsche Polizeibeamte versuchen, ältere Menschen am Telefon durch Warnungen vor angeblich bevorstehenden Einbrüchen zu verunsichern und davon zu überzeugen, ihr Bargeld und ihre Wertgegenstände zur Sicherung an ihre Komplizen zu übergeben.

Leider waren die Täter, die ihre Taten vornehmlich aus Callcentern in der Türkei heraus anbahnen, in sieben Fällen erfolgreich. Dabei wurde ein großer finanzieller Schaden verursacht. Am 28. September wurde eine Abholerin auf frischer Tat festgenommen. Mit dieser Festnahme riss die Anrufwelle unmittelbar ab. Wenige Tage später gelang es, durch Folgeermittlungen auch einen Hintermann festzunehmen. Dieser führte dabei Beute aus in anderen Bundesländern begangenen Taten mit sich.

Nicht zum ersten Mal hat sich durch die Vernehmung festgenommener Abholer gezeigt, dass diese auf der Suche nach Minijobs waren. Über Kleinanzeigen sind sie an angebliche Kurierdienste gelangt, hinter denen sich aber tatsächlich Tätergruppen verbargen. Um Seriosität vorzutäuschen, bedienten sich die Täter der Namen und Logos existierender Firmen. Eine attraktive Vergütung und ein in Aussicht gestellter Arbeitsvertrag machten diese Arbeitsangebote interessant.

Die Beschäftigung sollte aus Kurierfahrten bestehen. Da die Kurierfahrten für ein angebliches Münzkontor durchgeführt werden sollten, würde es sich bei dem Transportgut folglich um Münzen und andere Wertgegenstände handeln. Die angeblichen Kunden des Münzkontors würden dabei besonderen Wert auf ihre Anonymität legen.

Aber Vorsicht: Durch die Abholung der Beute sind die Abholer nun Mittäter eines gewerbs- und bandenmäßigen Betruges. Bei den vermeintlichen Kunden des Münzkontors handelte es sich nämlich tatsächlich um die älteren Menschen, die glaubten, ihre Wertsachen der Polizei zu übergeben.

Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein hat zur Bekämpfung des Phänomens "Falsche Polizeibeamte" schon vor zwei Jahren eine Ermittlungsgruppe eingesetzt. Die Ermittlungen haben bereits zu mehreren Festnahmen von Abholern und deren Hintermännern geführt. Es ist auch schon zu Verurteilungen zu hohen Haftstrafen gekommen.

Symbolbild.

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Text-Nummer: 141264   Autor: LKA SH   vom 22.10.2020 um 10.24 Uhr

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