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Grüne Lübeck
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Keiner muss in Lübeck in der Kälte schlafen

Lübeck: Archiv - 23.10.2020, 16.12 Uhr: Die Hilfe für Wohnungslose wird immer wieder in der Politik diskutiert. Am Freitag trafen sich die Verantwortlichen im Rathaus. Sie betonten, dass niemand abgewiesen wird, der einen Platz zum Schlafen benötigt.

Menschen können aus ganz unterschiedlichen Gründen in Situationen kommen, in denen sie Hilfe benötigen. Verantwortlich hierfür können unter anderem der Verlust des Arbeitsplatzes oder der Wohnung sein. Aber auch Erkrankungen, Ängste sowie altersbedingte Einschränkungen können dazu führen, dass die Betroffenen die Situation nicht mehr alleine bewältigen können.

Die Hansestadt Lübeck finanziert und bietet gemeinsam mit unterschiedlichen Institutionen vielfältige Hilfs- und Beratungsangebote an, die in diesen Lebenssituationen Hilfestellung für Betroffene bieten. Dabei sind die Hilfsangebote so verschieden, wie die Notlagen, in die Menschen geraten. Im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft hat die Hansestadt Lübeck eine Übersicht aller Angebote in einem Flyer sowie auf einer Website unter www.luebeck.de/hilfen zusammengefasst. Das Informationsblatt ist ab sofort in allen Bürgerservicebüros, im Rathaus, am I-Punkt des Verwaltungszentrums Mühlentor sowie den Bibliotheken und weiteren städtischen Stellen und Institutionen erhältlich. Darüber hinaus wird das Faltblatt im Rahmen von Begehungen von Mitarbeitern des Ordnungsamtes und Hilfsorganisationen in der Öffentlichkeit an Betroffene verteilt.

„Wir wissen, dass Unterstützungsbedarfe für Bedürftige gerade in der kälteren Jahreszeit ansteigen. Auch die Corona-Pandemie hat die persönliche Lebenssituation von vielen Bedürftigen weiter verschlechtert. Deshalb machen wir deutlich: Wir sind da und bieten Hilfe und Unterstützung. Stadt und Hilfsorganisationen arbeiten Hand in Hand. Niemand wird abgewiesen, Hilfe steht allen zur Verfügung, die sie brauchen“, macht Bürgermeister Jan Lindenau deutlich.

Während einzelne Angebote das ganze Jahr über nachgefragt werden, sind insbesondere die Notunterkünfte und Angebote für Obdachlose zur kalten Jahreszeit von Bedeutung. Aktuell hält die Hansestadt Lübeck 123 Notunterkunftsplätze sowie weitere 34 Notplätze in folgenden Einrichtungen bereit:

- Sophie-Kunert- Haus: für alleinstehende Frauen (17 Plätze sowie 4 Notplätze) und für Jungerwachsene Männer (20 Plätze sowie 4 Notplätze)
- Bodelschwingh-Haus: für Alleinstehende Männer (49 Plätze sowie 12 Notplätze)
- Heilsarmee: für Alleinstehende Männer (37 Plätze sowie 14 Notplätze)

Alle Plätze sind dauerhaft belegt. Eine spezielle Winternotunterkunft wird in Lübeck nicht vorgehalten. Sollten in den Wintermonaten in den Notunterkünften keine Plätze mehr zur Verfügung stehen, werden die Vorwerker Diakonie in der Beratungsstelle in der Wahmstraße die große Diele und die Heilsarmee ihren großen Saal zur Übernachtung bereitstellen. Niemand, der nach einem Übernachtungsplatz fragt, wird abgewiesen!

Zusätzlich in der kalten Jahreszeit suchen Mitarbeiter der Vorwerker Diakonie im Auftrag der Stadt die ihnen bekannten Plätze, an denen sich Obdachlose aufhalten auf, um Hilfsangebote zu unterbreiten. In 2019 wurden durchschnittlich circa 15 Obdachlose angetroffen, aktuell sind es 18 Personen.

Wichtig sei es, wohnungslosen Menschen eine Möglichkeit zu geben, in einen geregelten Alltag zurück zu kehren. Deshalb hat die Hansestadt Lübeck gemeinsam mit der Vorwerker Diakonie bereits im Jahr 2016 beschlossen, mit einem speziellen Konzept darauf zu reagieren. Die Notunterkünfte in der Hansestadt Lübeck bieten mehr als ein Dach über dem Kopf: Sie fördern einen geregelten Tagesablauf und unterstützen Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen der Wohnraumhilfe und mit Beschäftigungsangeboten so, dass diese ihre eigene schwierige Situation angehen. Die Wohnraumhilfe der Vorwerker Diakonie mietet kleinere, günstige Wohnungen an und vermietet sie Wohnungslosen unter, die keine Chance auf einen direkten eigenen Mietvertrag haben. Über das zusätzliche und vorgeschaltete Hilfeangebot des Trainingswohnen kann das Führen des eigenen Haushalts geübt werden. Sollten Vermieter in dieser Form helfen wollen, wenden sie sich bitte an Herrn Steinbrecher von der Vorwerker Diakonie unter der Rufnummer 0173/3470913.

Wer Wohnungslose vor Ort unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende direkt an eine der nachfolgenden Lübecker Einrichtungen tun:

Vorwerker Diakonie
Bank für Sozialwirtschaft
Spendenkonto 44 080 44
BLZ 251 205 10
IBAN DE58 2512 0510 0004 4080 44

AWO Drogenhilfe
Stichwort „DrogenHilfe Südholstein“
Sparkasse Südholstein
BIC: NOLADE21SHO
IBAN: DE03 2305 1030 0000 1101 32
Oder Volksbank Lübeck
BIC: GENODEF1HLU
IBAN: DE14 2309 0142 0016 0066 23

Heilsarmee
Bank für Sozialwirtschaft
Spendenkonto
BIC: BFSWDE33XXX
IBAN: DE82 3702 0500 0004 0777 00

Café W.u.T.
S.O.S. Lübeck e.V.
Volksbank Lübeck
BIC: GEN0DEF1HLU
IBAN: DE25 2309 0142 0002 6428 32

Gemeindediakonie Lübeck
Stichwort „Gesundheitsmobil“
Evangelische Bank
BIC: GENODEF1EK1
IBAN: DE59 5206 0410 0106 4019 29

Obdachlosenhilfe Lübeck e.V.
Sparkasse zu Lübeck / Spendenkonto
BIC: NOLADE21SPL
IBAN: DE45 2305 0101 0160 4730 05

Bieten gemeinsam Hilfe an: Bürgermeister Jan Lindenau, Friedemann Ulrich (Vorwerker Diakonie, Ulrich Kewitz (Soziale Sicherung), Karin Mechnik, Einrichtungsleiterin der AWO DrogenHilfe. Foto: Hansestadt Lübeck

Bieten gemeinsam Hilfe an: Bürgermeister Jan Lindenau, Friedemann Ulrich (Vorwerker Diakonie, Ulrich Kewitz (Soziale Sicherung), Karin Mechnik, Einrichtungsleiterin der AWO DrogenHilfe. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 141300   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 23.10.2020 um 16.12 Uhr

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