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Hubbrücken: Stadt und Bund sind sich einig

Lübeck: Archiv - 25.10.2020, 17.01 Uhr: Eigentlich sollten die Hubbrücken bereits vor über zehn Jahren saniert werden. Damals stellte sich die Stadt quer. Der Denkmalschutz lehnte die Maßnahme ab. Nach zehn Jahren stimmt die Stadt jetzt der Sanierung zu. Allerdings: Die alte Bahnbrücke soll nicht für Auto- oder Fahrradverkehr genutzt werden. Das sei auch mit der "Verkehrswende" in Lübeck nicht vereinbar.

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Die störanfällige Brücke kann jetzt endlich saniert werden.

Viele Teile auch der Technik der Hubbrücken sind noch original. Sie stammen aus der Bauzeit von 1896 bis 1900. Autos und schwere Lkw waren damals noch unbekannt. Seit mehreren Jahren ist eine Sanierung geplant. Doch das Projekt kommt nicht voran: Schon im Jahr 2009 stellte der Bund 13 Millionen Euro für eine Erneuerung bereit. Die Stadt lehnte das ab.

Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt des Bundes hat der Stadt vergangenes Jahr fünf Alternativen vorgestellt: Eine Grundinstandsetzung mit Autoverkehr auf der ehemaligen Bahnbrücke, nur Fußgänger und Radfahrer auf der Bahnbrücke oder mit der bisherigen Verkehrsführung. Außerdem seien ein Neubau neben der alten Brücke möglich oder ein Neubau an derzeitiger Stelle.

Die überraschende Entscheidung der Stadt: Sie möchte die ehemalige Eisenbahnbrücke nicht für den Verkehr nutzen. Das würde Gesichtspunkten des Denkmalschutzes widersprechen, ein Radweg müsste die Fahrbahn überqueren und Autoverkehr sei nicht im Sinne der "Verkehrswende". Auch die beiden Neubauvarianten seien nicht mit dem Welterbestatus der Innenstadt vereinbar.

Damit bleibt die Sanierung des bisherigen Bauwerkes für 12,7 Millionen Euro, die von der Bundesbehörde Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt getragen werden. Die Stadtverwaltung kann sich vorstellen, die Gehwegbrücke mit Aufzügen auszustatten, um eine Barrierefreiheit herzustellen. Das würde rund 540.000 Euro kosten. Der Bauausschuss der Bürgerschaft berät über das Thema am 2. November.

Die Stadt möchte eine grundhafte Sanierung der Hubbrücken. Die ehemalige Eisenbahnbrücke soll in Zukunft nicht genutzt werden.

Die Stadt möchte eine grundhafte Sanierung der Hubbrücken. Die ehemalige Eisenbahnbrücke soll in Zukunft nicht genutzt werden.


Text-Nummer: 141327   Autor: VG   vom 25.10.2020 um 17.01 Uhr

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