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Bundeswehr probte Unterstützung bei Katastrophen

Lübeck: Von Freitag, 23. Oktober 2020, bis Sonntag, 25. Oktober 2020, probten zehn Reservistinnen und Reservisten des Kreisverbindungskommandos Lübeck den Ernstfall. In den Räumlichkeiten des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst e.V. bereiteten sich die Soldatinnen und Soldaten auf Szenarien vor, in denen Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Hilfsorganisationen an ihre Grenzen geraten.

In solchen Fällen kann die Bundeswehr unterstützen, indem sie der Hansestadt Soldatinnen und Soldaten, Gerät oder Fachpersonal stellt. „Prozesse und Abläufe für dieses Ineinandergreifen zu verbessern, stand an diesem Wochenende an erster Stelle. Die Teilnehmer haben mit großem Einsatz durchgespielt, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, wenn derart extreme Lagen uns fordern“, lobt Oberstleutnant Oliver Witt. Als Leiter des Kreisverbindungskommandos steht er an der Spitze der Einheit, die zum Zug kommt, wenn die Bundeswehr in Lübeck gebraucht wird.

Das können zum Beispiel großflächige Stromausfälle sein, Extremwetter, wie zuletzt im Januar 2019 in Bayern oder ein Flugzeugabsturz. „Wir sind dann das Bindeglied zwischen unseren militärischen Vorgesetzten in Kiel und dem zivilen Führungsstab der Hansestadt. Die zivile Seite beraten wir über die Möglichkeiten der Bundeswehr und das Lagezentrum der Bundeswehr in Kiel versorgen wir mit Informationen aus Lübeck“, erklärt Witts Stellvertreter, Oberstleutnant Henning Strutz.

Aktuell hat der Bürgermeister die Bundeswehr um die Entsendung von Soldatinnen und Soldaten gebeten, die dem Gesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung helfen können. „Die Pandemie fordert auch uns dauerhaft“, so Witt. „Aber gleichzeitig müssen wir auch akute Katastrophenlagen durchproben, immer in der Hoffnung, dass sie nicht eintreten.“ Dies ist an diesem Wochenende gelungen.

Das Kreisverbindungskommando Lübeck besteht, wie alle Verbindungskommandos bundesweit, ausschließlich aus ortsansässigen Reservisten. Seine Aufgabe ist es, zivile Schadenslagen in ein militärisches Lagebild zu übertragen und den Führungsstab des Bürgermeisters zu der Frage zu beraten, welche Leistungen der Bundeswehr denkbar scheinen. Durch das Verbindungskommando wird das Lagezentrum des Landeskommandos in Kiel über die Lage der Bundeswehrkräfte informiert, die stets und nur auf Antrag der zivilen Stellen eingesetzt werden. Die Mitglieder des Verbindungskommandos unterstützen organisatorische Maßnahmen zur Unterbringung und Verpflegung von herangeführten Bundeswehrkräften.

Die Mitglieder des Kommandos übten die Unterstützung bei Großschadenslagen. Foto: KVK HL

Die Mitglieder des Kommandos übten die Unterstützung bei Großschadenslagen. Foto: KVK HL


Text-Nummer: 141328   Autor: KVK HL   vom 26.10.2020 um 08.45 Uhr

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