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Interesse an nachhaltigen Geldanlagen soll wachsen

Schleswig-Holstein: Nachhaltigkeit und Klimaschutz spielen für die Mehrheit der Schleswig-Holsteiner vor allem im privaten Alltag eine bedeutende Rolle: 64 Prozent (deutschlandweit: D=57) geben an, dass sie hier "immer" oder "häufig" auf diese Dinge achten. 48 Prozent (D=39) tun dies auch bei politischen Themen. Bei der Auswahl ihres Kreditinstituts spielt Nachhaltigkeit und Klimaschutz dagegen nur für 12 Prozent (D=16) der Befragten eine besondere Rolle.

Dies geht aus einer Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Commerzbank durchgeführt hat. Befragt wurden bundesweit über 2.700 Personen ab 18 Jahren, davon knapp 120 in Schleswig-Holstein.

Nach der Studie werden am häufigsten Veränderungen zugunsten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz im persönlichen Alltag umgesetzt. So geben 72 Prozent (D=70) der Befragten an, auf Plastiktüten, -flaschen oder Umverpackungen zu verzichten. Die Mehrheit (61 Prozent/ D=51) kauft zudem bewusst regionale und Bio-Produkte oder reduziert den Fleischkonsum. Immerhin 42 Prozent der Schleswig- Holsteiner reisen bewusster, indem sie zum Beispiel auf Flüge verzichten.

Weitere 44 Prozent (D=39) geben an, vom Auto auf andere Verkehrsmittel wie den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Energieeffizientes Bauen oder Modernisieren wird in Schleswig-Holstein bislang von nur jedem Fünften umgesetzt. "Gerade hier liegt mit Blick auf die Reduzierung von CO2 aber ein besonders großer Hebel. Daher fördern wir Umweltbewusstsein beim Immobilienerwerb mit unserer grünen Baufinanzierung, die einen Zinsrabatt für Energieeffizienz einräumt", sagt Niederlassungsleiter Ralf Freitag von der Commerzbank Lübeck.

Von Unternehmen erwarten die Befragten vor allem nachhaltige Produkte und Dienstleistungen (55 Prozent/D=44) und faire Produktionsprozesse (45 Prozent). Bei der Nutzung von Finanzprodukten ist diesbezüglich ein positiver Trend erkennbar. "So geben zwar nur elf Prozent an, heute bereits in nachhaltige beziehungsweise ethisch einwandfreie Geldanlagen zu investieren", sagt Michael Schneider, Leiter Wealth Management aus der Niederlassung Lübeck. Allerdings möchte fast jeder Vierte solche Anlagen künftig bei seinen Finanzentscheidungen berücksichtigen.

"Die Umfrage zeigt aber auch: Das Wissen über nachhaltige Geldanlagen ist immer noch gering", erläutert Michael Schneider. So geben knapp die Hälfte der Befragten an, dass solche Anlagen bisher noch kein Thema für sie waren beziehungsweise ihnen noch nicht angeboten wurden. Gut ein Viertel glaubt, dass nachhaltige Geldanlagen lediglich das Gewissen beruhigen; jeder Viertel denkt, dass sie weniger Rendite abwerfen oder mehr Gebühren kosten.

Die Corona-Krise habe das Bewusstsein für notwendige Veränderungen noch einmal geschärft. So sind 62 Prozent der Befragten überzeugt, dass ein positiver Effekt erzielt werden kann, wenn Viele ihren Teil zum Klimaschutz beitragen.

Nach der Studie werden am häufigsten Veränderungen zugunsten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz  im persönlichen Alltag umgesetzt. Foto: Karl Erhard Vögele

Nach der Studie werden am häufigsten Veränderungen zugunsten von Nachhaltigkeit und Klimaschutz im persönlichen Alltag umgesetzt. Foto: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 141399   Autor: Commerzbank AG   vom 29.10.2020 um 09.30 Uhr

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