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Grüne Lübeck
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31 neue Infektionen in Lübeck an einem Tag

Lübeck: Die Zahl der an COVID-19 erkrankten Lübecker steigt weiter schnell. Am Donnerstag wurden 31 neue Fälle gemeldet. Bei den meisten Fällen kann die Ursache der Infektion nicht mehr nachvollzogen werden. Die Uni Lübeck setzt deshalb ihre ELISA-Studie fort.

Die Lage am Donnerstag in Lübeck: Drei Schulen, drei Kitas und drei Pflegeeinrichtungen sind von COVID-19 Fällen betroffen. Dazu kommen einige Unternehmen und zahlreiche Einzelfälle. Ursachen und Kontakte lassen sich kaum noch ermitteln. 154 Lübecker gelten aktuell als "aktiv erkrankt".

Die Uni Lübeck kündigte am Donnerstag an, ihre ELISA-Studie fortzusetzen und auszuweiten. Von Mai bis August wurden über 3000 Freiwillige mehrfach getestet. Das Ergebnis am Ende des Sommers: Weniger als 20 von ihnen hatten Antikörper gegen COVID-19 entwickelt. Das Forscherteam schließt aus den ersten Ergebnissen, dass mit den in Schleswig-Holstein geltenden Regeln die Infektionszahlen zunächst niedrig gehalten werden konnten.

Um das Geschehen in der zweiten Welle der Pandemie in unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen weiter zu analysieren und aktive oder unbemerkte Infektionen aufzuspüren, sollen die Untersuchungen im November 2020 und im Februar 2021 weitergehen. Dazu konnten die Lübecker Forscherinnen und Forscher jetzt eine finanzielle Förderung in Höhe von fast einer Million Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im „Nationalen Netzwerk der Universitätsmedizin zu Covid-19“ einwerben. „Wir freuen uns sehr über die Anerkennung unserer Vorarbeiten“, sagt Prof. Dr. Christine Klein, Mitinitiatorin der ELISA-Studie. „Wir hoffen nun für die weiteren Untersuchungszeitpunkte auf eine ähnlich große Teilnahmebereitschaft wie bisher.“

Die Elisa-Studie wurde noch um zusätzliche Aspekte erweitert. „Wir haben noch immer zahlreiche offene Fragen. So wird es spannend sein zu sehen, inwieweit die aktuellen Maßnahmen und das COVID-Geschehen Einfluss haben auf andere Atemwegsinfektionen mit Influenzaviren und RSV“, so Prof. Dr. Jan Rupp von der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie und Mitglied des Sprecherteams der Studie. Ein weiter Gegenstand der Förderung sind gesonderte Untersuchungen bei Geflüchteten. Auch der Bereich Covid-19 und Tourismus wird in den kommenden Monaten intensiver untersucht.

Angesichts der bundesweit steigenden Fallzahlen erwartet das Forscherteam auch für Schleswig-Holstein einen weiteren Anstieg der Neuinfektionen. „Die ELISA-Studie wird uns zeigen, wie wir über den Winter kommen“, meint Prof. Alexander Katalinic aus dem Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie.

Die bereits im April gestartete ELISA-Studie wird auch die zweite Welle des Coronavirus wissenschaftlichen untersuchen.

Die bereits im April gestartete ELISA-Studie wird auch die zweite Welle des Coronavirus wissenschaftlichen untersuchen.


Text-Nummer: 141418   Autor: VG   vom 29.10.2020 um 16.58 Uhr

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