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Geflügelpest bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen

Schleswig-Holstein: In Schleswig-Holstein, Kreis Nordfriesland, ist bei mehreren verendet aufgefundenen Wildvögeln der Geflügelpest-Erreger des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. Eine entsprechende Bestätigung hat das Landwirtschaftsministerium am Freitag vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem nationalen Referenzlabor für Geflügelpest, erhalten. Aufgefundene verendete Wasser- und Greifvögel sollten landesweit gemeldet werden.

„Die Nachweise von Geflügelpest bei verendeten Wildvögeln im Kreis Nordfriesland sind sehr besorgniserregend. Das gilt grundsätzlich, aber insbesondere auch vor dem Hintergrund der ohnehin angespannten Gesamtsituation durch die Corona-Pandemie. Der Befund ist Anlass für extrem hohe Wachsamkeit im ganzen Land“, sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht. Zum Schutz der Geflügelbestände vor einem Viruseintrag müssen die geltenden Biosicherheitsmaßnahmen von allen Geflügelhalterinnen und -haltern konsequent umgesetzt werden. Albrecht verwies darauf, dass die Maßnahmen zum Monitoring im ganzen Land bereits verstärkt wurden. In diesem Zusammenhang sind insbesondere auch Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, verendete Wasser- und Greifvögel unverzüglich an die Behörden zu melden.

Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, Funde von verendeten wildlebenden Wasservögeln oder Greifvögeln in Schleswig-Holstein dem Veterinäramt des jeweiligen Kreises und der kreisfreien Stadt zu melden. Untersuchungen dieser Tiere helfen, die Verbreitung des Virus im Land zu ermitteln.

Geflügelhalterinnen und -halter sollten ihr Geflügel vor einem möglichen Erregereintrag bestmöglich schützen und die in der Geflügelpest-Verordnung für alle vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen konsequent umsetzen. Hierzu gehört unter anderem, dass Tiere nur an für Wildvögel unzugänglichen Stellen gefüttert werden dürfen. Zudem darf kein Oberflächenwasser für das Tränken der Tiere genutzt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen das Geflügel in Berührung kommen kann, müssen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Bei erhöhten Tierverlusten im Bestand ist zudem eine veterinärmedizinische Untersuchung vorgeschrieben, um ein unklares Krankheitsgeschehen im Bestand abzuklären und das Vorliegen einer Infektion mit Geflügelpestviren auszuschließen. Sollten Geflügelhaltungen bislang nicht beim zuständigen Veterinäramt und/oder Tierseuchenfonds registriert worden sein, weist das Ministerium darauf hin, dies schnellstens nachzuholen.

Im Jahr 2016/17 ereignete sich das europaweit bislang größte Geflügelpestgeschehen, von welchem Schleswig-Holstein auch stark betroffen war. Der letzte Geflügelpestausbruch in Schleswig-Holstein wurde im März 2018 in einer kleinen Geflügelhaltung festgestellt. Weitere Informationen: www.schleswig-holstein.de

Im Jahr 2016 erreichte die Geflügelpest auch Teile von Lübeck.

Im Jahr 2016 erreichte die Geflügelpest auch Teile von Lübeck.


Text-Nummer: 141444   Autor: MELUR/red.   vom 30.10.2020 um 19.10 Uhr

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