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Grüne Lübeck
Grüne Lübeck

Luthers Reformation mit aktuellem Schwung!

Lübeck: Am 31. Oktober feiert die evangelische Christenheit auf dem Erdball das Reformationsfest. Martin Luther hatte ja an diesem Tag im Jahre 1517 seine christlichen Reform-Thesen zur öffentlichen Diskussion an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann macht sich Gedanken über die Bedeutung des Feiertages in unserer Zeit.

Seine Auslegung der Bibel überzeugte und befreite viele Christen vom Zwang enger Gesetzlichkeit und Moral. Gottes Liebe muss ich nicht erarbeiten durch gute Taten, sondern sie wird mir durch Jesus geschenkt. Überraschend ergab sich nach und nach eine energiegeladene Bewegung in Deutschland und Europa und dann auf dem Erdball. Lübeck war übrigens mal eine Hauptstadt der Reformation. Inzwischen ist fast die Hälfte der Christenheit weltweit evangelisch. Etwa eine Milliarde Zeitgenossen sind evangelische Christen.

Aber heute braucht die gesamte Kirche wieder eine neue Reformation, eine neue Aktualisierung, neue Glaubensglut und Überzeugungskraft. Das kann man aktuell daran erkennen: früher gab es nach Seuchen, nach der Pandemie der Pest und vielen Krisen im dunklen Mittelalter danach verbreitete Zuwendungen zum Glauben und zur Kirche. Luthers Reformation schenkte in schwerer Zeit neue Hoffnung auf ein freieres und humaneres Leben. Es gab zwar erst neue Krisen zwischen evangelischen und katholischen Ländern und Kirchen. Aber insgesamt ist die Reformation eine wichtige Vorstufe unseres modernen Lebens mit menschenfreundlicher Freiheit. Auch die Wissenschaften, Kunst und Technik wurde durch Luthers Lehre bis heute gefördert. Gottlose haben es nach Luther schwer, dies Leben zu bestehen ohne Gottes Hilfe. Überzeugte Christen fühlen sich heute begleitet durch Jesus auch in schweren Corona- Zeiten.

Wir brauchen aber heute dringend eine neue Reformation, auch um Corona zu bestehen. Immer haben Menschen - wie gesagt - bei Ausbruch einer Seuche oder eines Krieges sich stets an Gott um Hilfe gewendet. Man kann beobachten, dass diese Möglichkeit heute zu wenig in Anspruch genommen wird. Dabei gibt uns nichts so viel Hoffnung wie das Gebet, der Gottesdienst, der Freund Jesus. Was würde Jesus mir jetzt raten, ist immer die beste Überlegung. Heute wird das zu wenig in Anspruch genommen. Deswegen brauchen wir eine neue Reformation.

Was können wir aber heute tun, um christlichen Trost und die Hoffnung in Corona-Zeiten zu verbreiten? Als begeisterter früheres Gemeindepastor weiß ich, dass mehr Menschen als man vermutet, einen christlichen Glauben haben, ihn aber nicht bekennen und weitergeben. Heute sollten alle ihren Glauben verbreiten, indem Sie in ihrer Familie, unter Freunden und Nachbarn, an ihrem Arbeitsplatz oder Verein ihren Glauben ins Gespräch bringen und konstruktiv diskutieren.

Ich selbst bin durch religiöse Gespräche mit einem christlichen Mitsoldaten bei nächtlichen Wachgängen am Kasernen-Zaun mal überzeugt worden Pastor zu werden. Wenn ich heute neben Unbekannten sitze oder stehe, beginne ich ein Gespräch allgemein und flechte ein, dass ich Gemeindepastor war. Mit Christen ist dann unser Glaube ein stets erfrischendes Thema. Mit Atheisten ergeben sich auch meistens konstruktive Gespräche über Religion. Warum ist überhaupt etwas, warum ist nicht Nichts? Woher kommt unsere Intelligenz und unsere Suche nach Gott? Sehr gute Gespräche mit kritischen Primanern am Johanneum und Studierten ergaben sich fast immer über die Kombination von Heilsgeschichte und Evolution nach Teilhard de Chardin (s. Google "die Stufen der Evolution, Teilhard de Chardin, Heinz Rußmann").

Die Reformation können wir feiern, wenn wir beschließen, unseren Glauben nicht zu verbergen, sondern ihn mit unseren Zeitgenossen zu besprechen und weiterzugeben. Wenn das alle Christen machen würden und als neue Aufgabe und als ihr Hobby betrachten würden, ergäbe das einen reformatorischen Aufschwung. Unser Glaube ist ja durch Jesus eine unübertrefflich frohe Botschaft von Gottvertrauen, Nächstenliebe und Hoffnung.

Grüße, Fragen und Ihre Kommentare an mich über E-mail heinzrussmann@web.de

Euer HL- live.de Pastor Heinz Rußmann

Heinz Rußmann spricht sich für eine Reformation aus.

Heinz Rußmann spricht sich für eine Reformation aus.


Text-Nummer: 141446   Autor: red.   vom 31.10.2020 um 10.22 Uhr

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