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Nothilfen: Handwerkskammer kritisiert Unklarheiten

Lübeck: Die Handwerkskammern Lübeck und Flensburg sehen dringenden Klarstellungsbedarf bei den Nothilfe-Regelungen für direkt oder indirekt vom Lockdown betroffene Betriebe. Für viele Gewerke sei nicht ersichtlich, ob und welche Hilfen für sie zur Verfügung stehen würden.

Seit heute gelten die neuen Maßnahmen des Bundes und der Länder zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Handwerkskammer Schleswig-Holstein teilt die Kritik des schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers Dr. Bernd Buchholz an den Nothilfe-Plänen für betroffene Betriebe.

Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck: "An der Richtigkeit der Maßnahmen gibt es angesichts der rapide steigenden Fallzahlen keinen Zweifel. Allerdings bestehen bei den Regelungen einige Unklarheiten, die Handwerker verunsichern und nicht erkennen lassen, ob sie berechtigt sind, finanziellen Hilfen zu beantragen."

Im Sinne ihrer Mitgliedsbetriebe ist laut Handwerkskammer Schleswig-Holstein Klarheit in folgenden Bereichen der Corona-Nothilfen notwendig:

- Klarstellung wie "indirekt vom Lockdown betroffene Betriebe" definiert werden und mit welchen Hilfen diese rechnen können. Das betrifft zum Beispiel Messe- und Ladenbauer durch die zahlreichen entfallenden Veranstaltungen sowie Textil- und Gebäudereiniger durch die Schließung von Hotels. Von den Schließungen der Gastronomie sind Lebensmittelhandwerke wie Fleischer oder Bäcker mit Bistrobereich unmittelbar betroffen.

- Keine Deckelung der Hilfen von 75 Prozent der November-Umsätze auf maximal drei Millionen Euro bei Betrieben mit über 50 Mitarbeitern. Gerade für Betriebe mit mehreren Filialen reicht diese Summe nicht aus, um eine Insolvenz zu verhindern.

- Klare Aussagen hinsichtlich des Budgets, das für Hilfen zur Verfügung steht: Das Handwerk teilt die Meinung von Wirtschaftsminister Buchholz, dass weiteres Geld über den bisher geplanten Etat von 10 Milliarden Euro für Corona-Hilfen hinaus dringend notwendig ist, wenn diese schneller als gedacht ausgeschöpft werden sollten.

Die Handwerkskammer hofft im Sinne ihrer Mitglieder auf eine baldige Klärung der offenen Fragen. Viele Betriebe haben nach dem ersten Lockdown Anfang des Jahres keine Reserven mehr, um erneute Umsatzeinbußen ohne Hilfen durchzustehen.

Andreas Katschke ist Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck. Foto: HWK Lübeck

Andreas Katschke ist Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck. Foto: HWK Lübeck


Text-Nummer: 141490   Autor: HWK Lübeck   vom 03.11.2020 um 09.42 Uhr

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