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11,7 Prozent weniger Stellen für Azubis in Lübeck

Lübeck: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie zeigen sich in der Hansestadt Lübeck deutlich. Es wurden 1.909 Ausbildungsstellen zur Besetzung angeboten, 253 oder 11,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Ein niedrigeres Angebot gab es zuletzt 2013.

Gleichzeitig haben 1.489 Bewerber die Berufsberatung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz eingeschaltet, 136 oder 8,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Eine niedrigere Nachfrage gab es zuletzt 2012. Rein rechnerisch standen jedem Jugendlichen 1,28 Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr 1,33). Am Ende des Beratungsjahres waren noch 184 Bewerber auf der Suche und 304 Stellen nicht besetzt.

„Die Schulen waren geschlossen. Viele Schülerinnen und Schüler wussten nicht, wann und ob sie ihren Abschluss machen können. Die Prioritäten hatten sich verschoben. Die Orientierung fiel jungen Menschen schwer und führte zu einem Rückgang der Bewerberzahlen. Aber auch Unternehmen reagierten verzögert. Es wurden zwar weiterhin Ausbildungsstellen gemeldet, aber weniger als es sonst in den Sommermonaten der Fall war“, erklärt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck. „Das Stellenangebot sank auf das Niveau von 2015 und die Nachfrage der Ausbildungsinteressierten auf den Stand von 2012. Dennoch blieb auch in diesem Jahr das Angebot an Ausbildungsstellen höher als die Zahl der bei der Berufsberatung gemeldeten Jugendlichen“, ergänzt er.

„Obwohl das aktuelle Ausbildungsjahr schon längst gestartet ist, können Jugendliche auch jetzt noch mit einer Ausbildung beginnen. Viele Firmen suchen nämlich immer noch nach Azubis für ihre freien Stellen. Junge Menschen, die flexibel und offen für Alternativen sind, haben bis Jahresende noch gute Chancen auf einen Ausbildungsvertrag. Den Stoff müssen die Auszubildenden für die verpassten Monate zwar nachholen, aber das lohnt sich, denn eine fundierte Ausbildung ist ein wichtiger Grundstein für die berufliche Zukunft“, ermutigt Dusch.

„Auch Schulabgängerinnen und Schulabgänger 2021 sollten jetzt schon starten. Viele Jugendliche gehen davon aus, dass es ausreicht, wenn sie sich mit dem Halbjahreszeugnis bewerben, doch in einigen Ausbildungsberufen und dualen Studiengängen wird es längst Zeit, aktiv zu werden. Uns liegen bereits über 1.200 Ausbildungsstellen vor. Die Berufsberatung unterstützt gerne bei der Berufswahl oder der Suche nach Alternativen“, bietet der Agenturleiter an.

Gespräche mit der Berufsberatung können Jugendliche telefonisch unter der regionalen Rufnummer 0451/588-501 oder per E-Mail luebeck.berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbaren.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind, können eine Ausbildungsprämie beantragen. Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 1. August 2020 bis 15. Februar 2021 beginnen. Informationen und Anträge zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ bietet die Internetseite www.arbeitsagentur.de.

Markus Dusch ist Chef der Agentur für Arbeit Lübeck.

Markus Dusch ist Chef der Agentur für Arbeit Lübeck.


Text-Nummer: 141497   Autor: Agentur für Arbeit/red.   vom 03.11.2020 um 12.08 Uhr

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