Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Grüne Lübeck
Grüne Lübeck

Feste Beltquerung: Ostholstein zeigt sich überrascht

Ostholstein: Am 3. Oktober hat das Bundesverwaltungsgericht das angekündigte Urteil zum Bau der Fehmarnbeltquerung gesprochen. Es ist zu begrüßen, dass das Gericht nun für Klarheit gesorgt hat: Die Fehmarnbeltquerung kann gebaut werden, die Klagen wurden abgewiesen. Landrat Reinhard Sager zeigte sich erstaunt über das Urteil.

"Ich bin überrascht, dass das Bundesverwaltungsgericht in dieser Eindeutigkeit entschieden hat. Ziel des Kreises Ostholstein und der betroffenen Gemeinden war stets eine Minimierung der Risiken aus dem Bauwerk und die Abwendung möglicher Schäden der Menschen. Hierfür haben wir uns seit Projektbeginn eingesetzt" so der Landrat.

Damit bestehe nun Baurecht für den Fehmarnbelt-Tunnel. Lediglich mit Blick auf die schützenswerten Riffe müssten die Vorhabenträger ein ergänzendes Verfahren auf den Weg bringen, das mögliche Eingriffe regele – allerdings erfolgedies außerhalb des Planfeststellungsverfahrens. Aus Sicht des Kreises sei es dennoch wichtig, dass diese Fragen des Biotopschutzes nun sorgfältig vom Vorhabenträger abgearbeitet würden: "Für die hier lebenden Menschen - und auch für unsere Urlaubsgäste - ist es von größter Bedeutung, dass Eingriffe in die Umwelt minimiert beziehungsweise angemessen kompensiert werden. Deswegen ist es jetzt wichtig, dass das ergänzende Verfahren zum Biotopschutz sorgfältig durchgeführt wird und darüber hinaus alle in den Planfeststellungsunterlagen vorgesehenen Maßnahmen zur Eingriffsminimierung und Kompensation sowie zur Kontrolle der Sedimentausbreitung eins zu eins umgesetzt werden", so Landrat Sager.

Für die Verwirklichung dieser Ziele hätten sich der Kreis Ostholstein und die betroffenen Gemeinden seit Projektbeginn eingesetzt. "Für unsere Beharrlichkeit spricht unter anderem auch das Erstreiten des übergesetzlichen Lärmschutzes im Deutschen Bundestag von einer Viertelmilliarde Euro. Der Schutz der betroffenen Menschen und der Umwelt hatte immer oberste Priorität", so Sager weiter.

"Mit Blick auf die Entwicklung der grenzüberschreitenden Region ist das Urteil für Ostholstein aber zugleich ein Zukunftssignal", betonte Sager. "Dies gelte einerseits für die künftige verkehrliche Anbindung des Kreises und andererseits für die weitere Kooperation mit unseren dänischen Nachbarn und Freunden hinsichtlich des Zusammenwachsens zu einer gemeinsamen Fehmarnbelt-Region. Hier erwartet der Kreis Ostholstein nun weitere wertvolle Impulse."

Landrat Reinhard Sager zeigte sich erstaunt über das Urteil. Foto: Harald Denckmann

Landrat Reinhard Sager zeigte sich erstaunt über das Urteil. Foto: Harald Denckmann


Text-Nummer: 141511   Autor: Kreis OH/Red.   vom 04.11.2020 um 11.06 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.