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Forum für Migranten: Terror hat keine Religion

Lübeck: Der Vorstand des Forums für Migrantinnen und Migranten in der Hansestadt Lübeck ist über die Terroranschlägen in Frankreich und Österreich erschüttert. Auch wenn seit dieser barbarischen Terroranschläge teilweise schon einige Tage vergangen sind, ist es dem Vorstand ein großes Anliegen, sein Mitgefühl den Opfern und Angehörigen auszusprechen.

Wir veröffentlichen die Mitteilung im Wortlaut:

(")Wir leben in freien, demokratischen sowie pluralistischen Gesellschaften, in denen keinerlei Extremismus und keinerlei terroristische Angriffe zu akzeptieren sind! Egal wie diese begründet werden, egal ob sie religiös, politisch oder anderweitig motiviert sind! "Explizit in Bezug auf diese terroristischen Taten, möchten wir deutlich zu verstehen geben: Terror ist Terror, Terror hat per se keine Religion, Terror hat per se keine Nationalität!", so Aydin Candan, 2. stellv. Vorsitzender des Forums. "Diese Taten sind für die sehr große Mehrheit von religiösen Menschen - oder Menschen gleicher Nationalität - nicht akzeptabel und nicht hinnehmbar!" Derartige terroristische Angriffe beabsichtigen – und bewirken leider oft auch – eine Spaltung der Gesellschaft sowie die weitere Eskalation von Gewalt auf allen Seiten. Hierfür dürfen wir keinen Nährboden geben! In Zeiten des Entsetzens und der Trauer müssen wir mehr denn je Brücken bauen und zusammenhalten.

Unser Land hat einen langen Prozess erlebt, an dessen Ende im Grundgesetz die Unantastbarkeit der Würde jedes einzelnen Menschen festgeschrieben wurde. "Wir finden, dass das Grundgesetz in Deutschland eine gute Basis für ein friedliches, tolerantes und vielseitiges Miteinander ist. Gleiches gilt in Ländern wie Frankreich und Österreich", so Spyridon Aslanidis, Vorstandsvorsitzender des Forums.

"In unserer Stadt leben alle Lübecker, unter ihnen ca. 54.000 Menschen mit Migrationshintergrund aus 164 Ländern und ca. 14.000 Muslime, friedlich zusammen. Auch in Zukunft wollen wir in unserer vielfältigen Stadt in Frieden und Freiheit miteinander leben!" sagt Aydin Candan. "Taten aus Hass sind nicht zu akzeptieren, egal aus welcher Ecke diese kommen. Ob Extremismus und Terror religiös oder nicht religiös motiviert sind, ob offene oder versteckte gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit an den Tag tritt - um mit Antisemitismus oder Rassismus nur zwei Facetten zu nennen - die Zeiten des Schweigens sind vorbei! Alle Bürger haben in ihrem Rahmen dagegen aktiv zu werden!“, so abschließend Spyridon Aslanidis. „Die physische Entfernung spielt dabei keine Rolle, diese Taten geschehen in unserem Haus“.

Ähnlich motivierte Anschläge, wie kürzlich an einer Schule sowie an der Universität in Kabul, entsetzen uns gleichermaßen, auch wenn wir uns in unseren Ausführungen auf einen europäischen Kontext beschränken. Opfer sind Opfer, egal welcher Herkunft, die wir nie vergessen dürfen! Wir sind in Gedanken bei eben diesen und deren Angehörigen! Wir halten in diesen Stunden zusammen!(")

Der Vorstand des Forum für Migrantinnen und Migranten in der Hansestadt Lübeck. Foto: Archiv

Der Vorstand des Forum für Migrantinnen und Migranten in der Hansestadt Lübeck. Foto: Archiv


Text-Nummer: 141572   Autor: Forum   vom 07.11.2020 um 12.35 Uhr

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