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Filmpreisnacht erstmals als online-Ausgabe

Lübeck: Es war eine Filmpreisnacht der besonderen Art. Coronabedingt konnte das Publikum einschließlich der Fachbesucher das Ereignis nur online erleben. Auf der Bühne des Großen Hauses im Stadttheater hatten sich Juroren, Offizielle, einige Gäste und die Mitglieder einer Band versammelt.

In der Bühnenmitte stand ein Sofa. Nicht das Rote Sofa des NDR, sondern eins in gedeckten Farben. Auf dem Sofa saß Linde Fröhlich, der an diesem Abend immer wieder für 20 Jahre Mitarbeit, dabei viele Jahre als künstlerische Leiterin, gedankt wurde.

Erstmals wurden zehn Preise vergeben. Zehn Jurys waren tätig, offenbar doch im Kino. Sie zeichneten nämlich einen Film aus, der online gar nicht zu sehen war. Beim Hauptpreis, dem mit 12.500 Euro dotierten NDR-Filmpreis, gab es eine Überraschung. Der Sieger kam erstmals nicht aus einem der klassischen skandinavischen Länder, sondern aus Lettland. „The Pit – Die Grube“ von Regisseurin Dace Puce behandelt das Schicksal eines Jungen auf der Suche.

Mit dem Preis der Kinderjury hatte wie üblich der Abend begonnen. Vier Mädchen verkündeten, dass sie sich für „Flucht über die Grenze“ aus Norwegen entschieden hatten (5000 Euro stellt das Blu Senator Radisson zur Verfügung). Einen Jugend Jury-Preis, gestiftet von der CBB Software GmbH, erhielt „Tigers“, eine Co-Produktion mehrerer Länder von Ronnie Sandahl. Online war der Film nicht zu sehen, jetzt gab es Ausschnitte.

Die Gemeinnützige Sparkassenstiftung stellte 5000 Euro für einen Kinder- und Jugendfilmpreis zur Verfügung. Er ging an „Schwestern – Der Sommer, in dem wir allein waren“ aus Norwegen. Den CineStar-Preis errang „Nach zwei Stunden waren zehn Minuten vergangen“ von Steffen Goldkamp aus dem Programm des Filmforums.

Den Dokumentarfilmpreis der Gewerkschaften errang „The Fight for Greenland“, ein Beitrag zum Kampf für die Umwelt. Den Baltischen Filmpreis erhielt „Games People play – Gesellschaftsspiele“ aus Finnland. Die Auszeichnung der Kirchenjury errang „Eine total normale Familie“, ein Streifen aus Dänemark. Über den Publikumspreis der LN musste ebenfalls online abgestimmt werden. Die meisten Stimmen erhielt „Forest Giant – Der Waldriese“ aus Finnland. Der Freundeskreis zeichnete das beste Spielfilmdebüt aus. Einmal mehr war „Gesellschaftsspiele“ der Gewinner. Den Preis überreichte der künftige Leiter der Nordischen Filmtage, Thomas Hailer. Durch den Abend führte der Schauspieler Stephan Szász als Moderator. Er zog immer wieder Linde Fröhlich ins Gespräch. Bürgermeister Jan Lindenau legte ein Bekenntnis zu den Filmtagen ab. Linde Fröhlich habe „ein Juwel zum Glänzen“ gebracht. Thomas Hailer werde darauf aufbauen, meinte Lindenau.

Die Verleihung der Preise im Theater Lübeck wurde für die Übertragung im Internet aufgezeichnet. Foto: Olaf Malzahn

Die Verleihung der Preise im Theater Lübeck wurde für die Übertragung im Internet aufgezeichnet. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 141583   Autor: TD   vom 08.11.2020 um 11.08 Uhr

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