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Hiller-Ohm fordert Umdenken beim Fleischkonsum

Lübeck: Der weltweit steigende Verbrauch an Fleisch- und Milchprodukten schadet dem Klima. Dies wurde bereits in mehreren Studien thematisiert. Jetzt hat die britische Universität Oxford Ergebnisse einer neuen Untersuchung veröffentlicht, die diese Erkenntnis weiter untermauert. Darin wurde errechnet, dass alleine die globale Nahrungsmittelproduktion ausreicht, damit das Pariser Klimaziel zur Reduktion der Erderwärmung nicht erreicht werden kann.

Dazu äußert sich die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm (SPD):

(")Wir müssen unsere Ernährungsgewohnheiten umstellen. Auch wenn dies eine weltweite Aufgabe ist, kann jede und jeder einzelne etwas tun – nämlich weniger Fleisch- und Milchprodukte konsumieren und dafür mehr pflanzliche Nahrung zu sich nehmen.

Darüber hinaus brauchen wir auch gezielte Maßnahmen der Politik. Tierische Produkte werden noch immer viel zu billig verkauft. Die Anhebung des Regelsteuersatzes von 19 Prozent auf alle tierischen Erzeugnisse wäre ein gutes Steuerungsinstrument, wenn man gleichzeitig die Mehrwertsteuer für Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte senken würde.

Verbunden mit Informationskampagnen über den ökologischen Fußabdruck verschiedener Lebensmittel sowie einem Klimalabel und einem wirksamen Tierschutzlabel könnten Verbraucherinnen und Verbraucher dadurch motiviert werden, ihr Essverhalten zu ändern und neu zu überdenken. Darüber hinaus muss der Ökolandbau gefördert werden und wir brauchen strengere Haltungsbedingungen für Rinder, Schweine und andere Nutztiere. Ein Subventionsstop für Fleisch- und Milchprodukte würde dieses Maßnahmen noch unterstützen. Massentierhaltung in viel zu engen Ställen und Zuchtfabriken ist nicht ethisch, sie gehört endlich abgeschafft.

Geringerer Fleisch- und Milchkonsum hilft dem Klima und den Böden genauso wie den Tieren und der Gesundheit der Menschen. Zu Fleisch gibt es inzwischen hochwertige und gut schmeckende pflanzliche Alternativen. Diese Lebensmittel sollten durch staatliche Anreize gestärkt werden. Auch kann man schon bei der Ausbildung von Köchen und Köchinnen ansetzen und einen deutlichen Schwerpunkt auf die Zubereitung tierfreier Mahlzeiten legen, so dass das Angebot an vegetarischen und veganen Alternativen in Kantinen ausgebaut werden kann.

Der Verzicht auf Tierprodukte reduziert die Treibhausgase in der Atmosphäre erheblich und sorgt dafür, dass auch Umweltauswirkungen wie der Landverbrauch weniger werden. Ich finde, das sollte uns unsere Umwelt wert sein.(")

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm ruft dazu auf, weniger Fleisch zu essen.

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm ruft dazu auf, weniger Fleisch zu essen.


Text-Nummer: 141665   Autor: GHO/Red.   vom 12.11.2020 um 11.06 Uhr

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