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Bildungsministerin: Keine pauschale Schließung von Schulen

Schleswig-Holstein: „Die Menschen in Schleswig-Holstein und die Schulen ziehen gemeinsam an einem Strang“, betonte Bildungsministerin Karin Prien am Sonntag. In den vier Wochen nach den Herbstferien habe der Präsenzunterricht für die große Mehrheit der Schülerinnen und Schüler wie geplant unter Coronabedingungen stattfinden können.

„Unsere Maskenpflicht, die seit den Herbstferien auch im Unterricht gilt, erfährt hohe Akzeptanz. Eine aktuelle Abfrage an unseren Schulen hat ergeben, dass Landesweit nur etwa 1400 Schülerinnen und Schüler keine Maske tragen“, so Karin Prien. Das bedeute, dass 99,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler sich gut an die Regeln halten. „Unter denen, die keine Maske tragen, ist nur knapp ein Viertel, die keine medizinischen Gründe glaubhaft machen können. Die sogenannten ‚Maskengegner‘ sind kein weit verbreitetes Problem. Man darf die mediale Aufmerksamkeit nicht überbewerten. Ganz im Gegenteil! Die Menschen in Schleswig-Holstein halten sich an die Regeln“, betont die Ministerin. Natürlich müsse man bei über 400.000 Menschen, die jeden Tag an Schleswig-Holsteins Schulen sind, davon ausgehen, dass die Regeln nicht immer von Allen zu 100 Prozent eingehalten würden. Das sei wie überall im Leben. „Bei der Pandemiebekämpfung kommt es aber auf jeden Beitrag an. Wir verringern die Wahrscheinlichkeit der Ausbreitung des Virus.“

Das hatte am Freitag auch das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht unterstützt, das die seit zwei Wochen geltende Regelung für rechtmäßig erklärte, dass in Landkreisen mit einer 7-Tages-Inzidenz über 50, auch an den Grundschulen im Unterricht eine Maske getragen werden muss. „Die Pandemiebekämpfung ist eine gemeinsame Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Schule und Elternhäuser müssen Hand in Hand arbeiten“, betont Karin Prien. Eltern hätten die Aufgabe, Vorbild zu sein, die Kinder beim Umgang mit der Maske zu unterstützen und die notwendige, zuversichtliche Grundstimmung zu schaffen, hatte das Gericht in seinem Beschluss ausgeführt.

Nichts spreche derzeit dafür, eine pauschale Schließung von Schulen zu fordern. „Die uns bekannten Infektionszahlen an Schulen sind in der vergangenen Woche schon wieder rückläufig gewesen“, so Prien. „Sowohl bei Lehrkräften, als auch bei Schülerinnen und Schülern gibt es keinerlei Anzeichen dafür, dass Schulen in dieser Situation Infektionstreiber sind.“ Auch seien derzeit nur sieben Schulen im Land geschlossen; 90% der Schulen seien ohne jede Beeinträchtigung im Corona-Regelbetrieb und bei den Schulen, bei denen es Einschränkungen gebe, seien jeweils nur einzelne Kohorten betroffen. Prien ergänzt: „Auch in der Pandemie gilt aber, dass Schule die Aufgabe nicht allein bewältigen kann. Es bringt natürlich nichts, wenn Jugendliche am Vormittag mit Maske und Hygienekonzept im Klassenraum und am Nachmittag zusammen auf dem Sofa ohne Masken und Abstand sitzen. Darüber müssen wir reden. Der Schlüssel sind wir!“

Bildungsministerin Karin Prien sieht aktuell keinen Grund für pauschale Schulschließungen.

Bildungsministerin Karin Prien sieht aktuell keinen Grund für pauschale Schulschließungen.


Text-Nummer: 141710   Autor: BiMi   vom 15.11.2020 um 11.33 Uhr

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