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335.000 Euro für die freie Kulturszene

Schleswig-Holstein: Insgesamt 29 Institutionen der freien Kulturszene in Schleswig-Holstein werden im Jahr 2020 mit Fördermitteln in Höhe von rund 335.000 Euro für Investitionsmaßnahmen unterstützt. Das teilte Kulturministerin Karin Prien heute, am 17. November, in Kiel mit. Auch in Lübeck können sich zwei Vereine und ein Theater über finanzielle Zuwendungen freuen.

So erhält das Theater am Tremser Teich in Lübeck etwa 6.666 Euro für 100 neue Stapelstühle. Für Schlagwerk Lübeck e.V. gibt es 48.411 Euro, vorgesehen ist die "Einrichtung eines Raumes für Percussion - und Schlagzeugensembles und übende Einzelpersonen". Und der Verein "TanzOrtNord e. V."in Lübeck erhält 3.720 Euro für die Anschaffung von Licht- und Tontechnologie.

"Die freie Kulturszene und kleine Kultureinrichtungen erhalten damit Hilfen, mit denen sie sich für die nächste Zukunft besser aufstellen können. Gerade in Pandemie-Zeiten ist das ein wichtiger Beitrag, um die kulturelle Infrastruktur zu sichern. Wir alle brauchen die Künstlerinnen und Künstler – ihre Kreativität und ihre Innovationskraft. Sie bereichern das kulturelle Leben unseres Landes sowohl im ländlichen Raum als auch im urbanen Umfeld." Mit den Fördermitteln könnten erneut dringend benötigte Modernisierungen, Umbauten und Sanierungen finanziert werden, betonte die Ministerin.

Im laufenden Bewilligungsverfahren durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) werden die ersten 25 Einrichtungen und Projekte aus Mitteln des Landesprogrammes IMPULS 2030 in Höhe von 256.554 Euro gefördert, weitere vier Einrichtungen werden voraussichtlich in den nächsten Wochen ihre Förderbescheide erhalten. Das Förderprogramm hat eine Laufzeit bis Ende 2022 und richtet sich an nicht gewinnorientierte, öffentlich zugängliche Einrichtungen, Gruppen oder Projektträger mit eindeutig kultureller Ausrichtung, wie etwa soziokulturelle Zentren, freie Theater, Kunstvereine, Heimatvereine, nicht-staatliche Museen, musikalische Ensembles, Filmclubs oder Literaturvereinigungen. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren übernimmt die Investitionsbank Schleswig-Holstein in Abstimmung mit dem Kulturministerium. Anträge für die Förderperiode im Jahr 2021 können voraussichtlich vom 1. Januar 2021 bis zum 30. April 2021 bei der IB.SH eingereicht werden.


Das Theater am Tremser Teich soll 6.666 Euro für 100 neue Stapelstühle erhalten.

Das Theater am Tremser Teich soll 6.666 Euro für 100 neue Stapelstühle erhalten.


Text-Nummer: 141744   Autor: Bimi SH/Red.   vom 17.11.2020 um 10.45 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Tobias Möller

schrieb am 17.11.2020 um 12.25 Uhr:
Das ist eine Menge Geld, für die normalarbeitende Menschen sehr viel tun müssten, was da den Hobbykleinkünstlern hinterhergeworfen wird.

Kann ich mir auch mein Hobby durch andere zwangsfinanzieren lassen ?

Wenn den Leuten ihr Hobby so wichtig ist, warum investieren sie dann nicht zu allererst einmal ihr gesamtes Privatvermögen in ihr Hobby, bevor sie das Geld anderer zur Finanzierung ihres Vergnügens fordern ?

Hans-Georg Kloetzen

schrieb am 17.11.2020 um 13.03 Uhr:
@Tobias Möller: Verdienen Sie mit Ihrem Hobby Geld? Nehmen Sie Eintritt um anderen Menschen Ihr Hobby zu präsentieren? Beschäftigen Sie Personal um Ihrem Hobby zu fröhnen? Solchenfalls hätten Sie ggf. ebenfalls Anspruch auf Fördermittel.

Walter Koch

schrieb am 17.11.2020 um 13.26 Uhr:
Vielleicht ist ja so mancher froh, wenn zukünftig mehr an der Schwartauer Landstraße und weniger am Koberg getrommelt wird. Vielleicht gibt es dafür ja auch Räume an der Schule Grönauer Baum. Hautsache weniger Lärm in der Altstadt und bessere Erreichbarkeit für die Schlagzeugschüler! Schlagzeug ist auch Kultur - nicht nur Orgel und Streichinstrumente!

andre klar

schrieb am 17.11.2020 um 17.47 Uhr:
@Möller:
Zu Ihrer Frage:
Nein, Sie können sich ihr Hobby (ständiges, pauschales Beleidigen sämtlicher Kulturschaffenden und Radfahrenden) nicht durch andere zwangsfinanzieren lassen.

Finanzierender

schrieb am 24.11.2020 um 17.04 Uhr:
@ Kloetzen , also jemanden der zu großen Teilen von Fördermitteln lebt als Selbstverdiener zu bezeichnen ist ja auch etwas witzig.Genau das sind diese sogenannten Kleinkünstler.