Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Grüne: Tür für mehr Vielfalt bei den KiTas offenhalten

Lübeck: Archiv - 23.11.2020, 12.00 Uhr: Die Grüne Bürgerschaftsfraktion hat sich dafür ausgesprochen, neuen Anbietern die Möglichkeit zu geben, ihre Kindertagesstätten durch die Stadt fördern zu lassen. Die Kitareform des Landes ermöglicht ab dem 1. Januar 2021 die kommunale Förderung neuer KiTa-Angebote, zum Beispiel durch freie und gewerbliche Träger, Selbstständige oder Elterninitiativen. Allerdings sieht das Gesetz die Möglichkeit vor, diese Öffnung durch eine Entscheidung vor Ort zu verhindern.

Davon will Bürgermeister Jan Lindenau in Lübeck Gebrauch machen. Dies hatten die Kreiselternvertretung und Kitaverbände scharf kritisiert. Dieser Kritik schließen sich die Grünen an.

Fraktionsmitglied Karin Burakowski, die für die Grünen im Jugendhilfeausschuss mitarbeitet, erklärt:

(")Das Vorhaben der Stadt Lübeck stellt sich gegen Vielfalt und gegen die Chance, dem Mangel an Kita-Plätzen entgegenzuwirken. Die Konzentration öffentlicher Fördermittel lediglich auf gemeinnützige Träger ist falsch, weil sie nicht zweckmäßig, nicht mehr zeitgemäß und rechtlich fragwürdig ist. Wir brauchen in Lübeck mehr und nicht weniger Plätze in der Kinderbetreuung sowie vielfältig und gut ausgebildetes Fachpersonal. Das Vorhaben der Verwaltung zementiert die Monopolstellung weniger Träger. Wir sehen die Vielfalt von Angeboten und pädagogischer Konzepte als eine Bereicherung für Kinder und Eltern in Lübeck. Dass das Angebot gewerblicher Träger grundsätzlich schlechter sei, wie es die Verwaltung offenbar unterstellt, entspricht nicht der Realität. Eine Sicherstellung der Qualitätsstandards in der frühkindlichen Bildung ist wichtig und längst überfällig. Und zwar für alle Träger, sowohl der privaten wie auch öffentlicher und städtischer Einrichtungen. Wir fordern die Verwaltung auf, einen Entwurf für Qualitätskriterien zu entwickeln und gemeinsam mit Trägervertretungen, dem Landesjugendamt, der Elternvertretung und den Stadteltern zu beraten. Wir wünschen uns zudem eine unabhängige Prüfung der Qualitätskriterien während der ganzen Kitasaison.(")

Karin Burakowski arbeitet für die Grünen im Jugendhilfeausschuss mit. Foto: Grüne

Karin Burakowski arbeitet für die Grünen im Jugendhilfeausschuss mit. Foto: Grüne


Text-Nummer: 141850   Autor: Grüne Fraktion/Red.   vom 23.11.2020 um 12.00 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.