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Beckergrube: Stadt zieht positive Bilanz

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 30.11.2020, 18.14 Uhr: Seit einem halben Jahr ist die Beckergrube verkehrsberuhigt. Die Stadt zieht eine positive Bilanz. Neben dem bereits geplanten Umbau der unteren Beckergrube deutet Bausenatorin Joanna Hagen bereits an, dass auch die Große Burgstraße neu gestaltet werden könnte..

Von Mai bis Ende September 2020 konnte mit der neuen Verkehrsführung und den erfolgten Maßnahmen eine Reduzierung des Kfz-Verkehrs um 60 Prozent erreicht werden, ohne große negative Auswirkungen auf angrenzende Straßenräume. Gleichzeitig hat der Fahrradverkehr in der Beckergrube um 20 Prozent zugenommen und sich das Fußgängeraufkommen um 24 Prozent gesteigert. Dies ergaben jetzt die Auswertung der Verkehrszählungen sowie die Datenerfassung per Bluetooth-Technologie.

Das Ergebnis der im September 2020 durchgeführten Erhebungen ergab, dass insgesamt noch 2.810 Kfz/Tag durch die Beckergrube fahren, im Jahr 2016 wurden rund 7.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Davon fahren etwa 2.240 (2016 waren es 4.660 Kfz) vom Koberg zur Untertrave und 570 (2016 waren es 2.350 Kfz) von der Untertrave in Richtung Koberg. Es konnte nahezu in der gesamten Altstadt und im direkt angrenzenden Bereich keine signifikant erhöhte Verkehrsbelastung festgestellt werden.

"Auch die Befürchtung, dass die Verkehrsbeziehung Mühlenstraße – Königstraße – Beckergrube vermehrt genutzt wird, hat sich nicht bestätigt", so die Stadtverwaltung. Einzig in den Rippenstraßen Fischergrube und Engelsgrube konnten Verkehrsmengenzunahmen festgestellt werden. Hier wird die Situation weiterhin beobachtet und gegebenenfalls nachgesteuert.

„Es ist uns gelungen, die Aufenthaltsqualität in der Beckergrube durch die verkehrlichen Änderungen deutlich zu verbessern. Sitzmöbel, ausgeweitete Außengastronomie, Bürgerprojekte wie das Urban Gardening, Fahrradabstellmöglichkeiten und viele Einzelaktionen haben dazu geführt, dass die Beckergrube zu einem neuen Treffpunkt avanciert ist“, freut sich Bausenatorin Joanna Hagen. Nach einem zögerlichen Start bedingt durch die Corona-Pandemie, habe das Projekt sich permanent weiterentwickelt. „Dies ist vor allem auch dem Einsatz der anliegenden Betriebe und Bürgerinitiativen zu verdanken. Inzwischen erreichen uns Bitten der Gastronomen und Gewerbetreibenden der Großen Burgstraße, hier eine ähnliche Verkehrsberuhigung durchzuführen.“

Eine Bewerbung für die Aufnahme in das Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus des Bundes für die Umgestaltung der gesamten Beckergrube hat die Hansestadt Lübeck bereits im Oktober 2020 eingereicht (wir berichteten). Geplant ist für den gesamten Straßenraum einen Wettbewerb für ein gestalterisches Gesamtkonzept durchzuführen, in das die guten Ideen und die sich bewährenden Ansätze einfließen sollen.

Die ausführliche Zwischenbilanz zum Verkehrsversuch in der Beckergrube wird der Bauausschuss der Hansestadt Lübeck in seiner Sitzung am 7. Dezember 2020, thematisieren.

Die Stadt zieht für die Beckergrube eine positive Bilanz. Jetzt wird auch über eine Beruhigung der Großen Burgstraße nachgedacht.

Die Stadt zieht für die Beckergrube eine positive Bilanz. Jetzt wird auch über eine Beruhigung der Großen Burgstraße nachgedacht.


Text-Nummer: 142005   Autor: Presseamt Lübeck/VG   vom 30.11.2020 um 18.14 Uhr

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