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Corona-Impfung: Mehrheit würde sich impfen lassen

Schleswig-Holstein: Archiv - 03.12.2020, 11.08 Uhr: Mehr als die Hälfte der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner (61 Prozent) ist bereit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das geht aus einer repräsentativen bundesweiten Umfrage der Krankenkasse "Barmer" unter rund 2.000 Befragten ab 16 Jahren, darunter über 100 Menschen aus Schleswig-Holstein, im November dieses Jahres hervor. Eine schnelle, flächendeckende Versorgung scheint in Deutschland aber vorerst wenig wahrscheinlich.

In der gestrigen Pressekonferenz sprach Bundeskanzlerin Angela Merkel davon, dass Deutschland im ersten Quartal (bis Ende März) möglicherweise nur etwa 7 Millionen Impfdosen von Biontech/Moderna erhalten werde. Eine Zahl die, im Vergleich mit anderen Ländern, doch eher niedrig scheint. Nach aktuellem Stand soll die Impfung jeweils zweimal im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Die Menge wäre wohl nicht ausreichend, um alle Bürger über 80 Jahre (mehr als 5 Millionen Menschen) bis zum Winterende zu impfen. Unklar ist darüber hinaus, wie lange der Schutz anhält und ob Geimpfte die Viren dennoch verbreiten können.

Großbritannien hat vor Kurzem als erstes Land den Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen und will schon nächste Woche mit den Impfungen beginnen. Verfügbarkeitsprobleme werden von britischer Seite scheinbar nicht erwartet. Dort plant man bereits mit "Millionen Dosen" bis Ende des Jahres. Das Ergebnis der Prüfung der Europäische Arzneimittelbehörde EMA soll bis spätestens dem 29. Dezember vorliegen. Über den Moderna-Antrag will man bis zum 12. Januar entscheiden. Eine flächendeckende Versorgung Anfang 2021 scheint in Deutschland damit eher unrealistisch.

Dabei wäre die Mehrheit der Befragten in Schleswig-Holstein (56 Prozent) durchaus bereit sich bald impfen lassen und vertraut darauf, dass die Impfstoffe sicher sind (43 Prozent), so die Ergebnisse der Barmer-Befragung. "An der Impfung führt kein Weg vorbei, um die Corona-Pandemie zu überwinden. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass sich die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger impfen lassen möchte. Je höher die Bereitschaft, desto besser. Mit der Impfung schützt man nicht nur sich selbst, sondern auch diejenigen, die sich nicht immunisieren lassen können", sagt Dr. Bernd Hillebrandt, Landesgeschäftsführer der Barmer in Schleswig-Holstein.

Laut Umfrage wollen sich 69 Prozent der Befragten in Schleswig-Holstein impfen, um selbst bestmöglich geschützt zu sein. 62 Prozent wollen es tun, um andere zu schützen. Ältere Personen stehen einer Impfung offener gegenüber. So wollen sich bei den Befragten ab 60 Jahren über 40 Prozent auf jeden Fall impfen lassen. Bei den 16- bis 39-Jährigen hingegen sind sich nur knapp 23 Prozent vollkommen sicher. Für knapp ein Fünftel aller Befragten (22 Prozent) kommt eine Coronavirus-Impfung nicht infrage. Dabei stellen Zweifel an der Sicherheit der Impfstoffe (68 Prozent), die Furcht vor Nebenwirkungen (60 Prozent) und Zweifel an der Wirksamkeit (52 Prozent) die größten Hürden dar. Etwa jeder Fünfte (22 Prozent) hält generell nichts vom Impfen.

"Die Impfung gegen das Coronavirus soll freiwillig erfolgen. Aufklärung ist das beste Mittel für eine hohe Akzeptanz und Impfbereitschaft in der Bevölkerung", betont Hillebrandt. Wichtig sei allen voran, über die Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe zu informieren und so Menschen ihre Sorgen zu nehmen. Eine Impfpflicht würde von knapp zwei Dritteln der Befragten abgelehnt.

Eine Impfpflicht lehnen knapp zwei Dritteln der Befragten ab.

Eine Impfpflicht lehnen knapp zwei Dritteln der Befragten ab.


Text-Nummer: 142056   Autor: Barmer/Red./YT   vom 03.12.2020 um 11.08 Uhr

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