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Glück im Advent: Gott kommt zu uns

Lübeck: Archiv - 05.12.2020, 10.48 Uhr: Am Sonntag wird der zweite Advent gefeiert. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann erläutert in seinen Gedanken zum Wochenende die wichtigen christlichen Botschaften der Vorweihnachtszeit.

„Seht, die gute Zeit ist nah, Gott kommt auf die Erde, kommt und ist für alle da, kommt, dass Friede werde.“ Diese erste Strophe aus dem Evangelischen Gesangbuch Nr. 18 erinnert uns umfassend und zentral an das Wichtigste im Advent: Vier Schwerpunkte der Adventszeit gibt es ja:

Als erstes sollen wir daran erinnert werden, dass die Adventszeit eine lichthelle und warmherzige Freudenzeit ist. Das gilt auch trotz Corona. Fast alle denken doch daran, dass sie auch an ferne Mitmenschen mit Liebe denken oder sie anrufen. Auch für die Armen und Hungrigen auf unserem Erdball spenden wir mehr Geld, Nahrung und medizinische Hilfen als sonst im Jahr.

Der eigentliche Grund der Vorfreude ist, dass Gott durch den Heiligen Geist zu uns auf die Erde kommt. Über die Existenz Gottes habe ich von Jugend an gern diskutiert mit Ruderfreunden, beim Religionsunterricht an der OzD mit dem späteren Bischof Stoll, dann als Soldat und beim Studium.

Als Stephanus-Gemeinde-Pastor habe ich früher unzählige Male mit Lübeckern intensiv über die Existenz Gottes gesprochen. Dazu fast jede Woche mit altersweisen Bibelstunden – Gesprächspartnern, in zwei Gesprächskreisen mit alltagsklugen und auch mit studierten Männern und Frauen, mit Gott im Gebet, mit Kindergottesdienst-Kindern, Konfirmanden und Primanern vom Johanneum und Pastoren im Exegese-Kreis gesprochen. Mein Ergebnis: der Glaube an Gott ist wirklich vernünftig. Es gibt viel mehr überzeugende Gründe für die Existenz Gottes als dagegen. Das fängt an mit der Frage: warum ist überhaupt etwas, warum ist nicht einfach nichts? Warum und wozu gibt es uns? Wir Menschen haben ja doch ohne Zweifel zum ganz kleinen Teil Fähigkeiten wie Gott der Schöpfer und sind intelligent und schöpferisch und erfindungsreich.

Wir sind wie Gott Personen mit Ich-Bewusstsein, einem Gewissen ,Willensfreiheit und oft Gutmütigkeit. Wir können nach Gott fragen und ihn lebenslang suchen und im Gebet und im Gottesdienst ihm begegnen. Woher haben wir unsere Fähigkeiten und Begabungen wenn nicht von Gott, dem unfassbar großartigen Schöpfer des Weltalls? Er hat unsere Welt durch die Entwicklungsstufen der Evolution geschaffen, weil er uns als seine Kinder und als Partner zum Aufbau unserer christlichen Kultur haben wollte. Deswegen beten wir : Vater unser im Himmel...

Damit kommen wir zum wichtigsten Teil des Liedes: Gott kommt auf die Erde. Fast alle religiösen Menschen haben doch eine Sehnsucht, ihrem lieben Gott leibhaftig zu begegnen. Nur allein die Verehrung des Schöpfers und der Gehorsam gegen seine Gebote können doch noch nicht die Erfüllung der Beziehung und der Liebe Gottes zu uns sein.

Weihnachten freuen sich die Christen von Herzen, dass Gott durch seinen Sohn Jesus, der mit Gott in der Dreieinigkeit verbunden und ein Herz und eine Seele ist, in Bethlehem und danach in Palästina in unsere Welt gekommen ist. Jesus ist nicht nur unser Schöpfer, sondern als auferstandener Gottessohn auch unser Freund und Bruder. Falls Gott sich für uns mal im Gebet gerade verschließen sollte, ist Jesus immer ansprechbar. „Er ist für uns alle da“, heißt es im Lied.

Sehr wichtig ist aus allem die Schlussfolgerung: Gott will, dass Friede werde auf Erden. Gott verbreitet ihn ja durch seinen Heiligen Geist und durch Jesus Nächstenliebe und Verständigung im Kleinen und im Großen. Wir beten für den Frieden in der Welt. Aber auch freundliche Blicke und liebevoll geschriebene Karten verteilen Adventsstimmng. Und ein gutes Wort! In diesen Wochen sollten wir so als fortgesetzte Nikolaustage im Alltag kleine Geschenke verteilen .

Ich sende Ihnen als kleines Geschenk diesen Text und viele Grüße und beste Wünsche

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

Fragen und Grüße an heinzrussmann@web.de

Heinz Rußmann erläutert die christliche Bedeutung der Adventszeit.

Heinz Rußmann erläutert die christliche Bedeutung der Adventszeit.


Text-Nummer: 142092   Autor: red.   vom 05.12.2020 um 10.48 Uhr

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