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Lübecker Studie: Geringes Risiko durch Kinder

Lübeck: Archiv - 05.12.2020, 12.25 Uhr: Die Stadt Lübeck hat sich Anfang Juli an einer Untersuchung des Bundes beteiligt (wir berichteten). Jetzt liegt die Auswertung vor. Bei weniger als ein Prozent der Lehrkräfte kann eine Infektion mit COVID-19 bestätigt werden.

Insgesamt nahmen 187 Lehrkräfte (83 Prozent) und 39 Schulbeschäftigte (17 Prozent) an der Untersuchung vom 29. Juni bis zum 10. Juli 2020 teil. Die Altersverteilung lag bei 25 bis 68 Jahre, im Schnitt 46 Jahre. Von den untersuchten kombinierten Nasen-Rachen-Abstrichen waren alle Untersuchungen negativ, das heißt: Eine aktive COVID-19-Infektion konnte bei keinem Teilnehmenden nachgewiesen werden. In Bezug auf Immunität, so genannte IgG-Antikörper, konnte nur bei zwei Teilnehmern (0,9 Prozent) ein positiver Nachweis geführt werden.

„Trotz rund drei Wochen praktiziertem eingeschränktem Regelbetrieb in Grundschulen können wir keine aktive Infektion nachweisen. Auch der Anteil der im Antikörper-Test belegten durchgemachten Infektionen liegt bei den Lehrkräften im Grundschulbereich bei unter ein Prozent“, erläutert Dr. Alexander Mischnik, Leiter des Lübecker Gesundheitsamts, die Ergebnisse der Studie. „Wir haben gezielt Lehrkräfte und nicht die Kinder direkt untersucht. Wir leiten aus diesen Daten ab, dass das Infektionsrisiko, das von Kindern in dieser Altersgruppe ausgeht, als gering anzusehen ist. Unsere Ergebnisse sind mit den Untersuchungen aus Baden-Württemberg und Hamburg vergleichbar. Neuere Daten legen nahe, dass das Infektionsrisiko im Sinne von Übertragung eher bei älteren Schülern zu sehen ist.“

An diesem Wochenende beginnt der zweite Untersuchungszeitraum, um über die Zeit eine Aussage zum Verlauf des Infektionsgeschehens treffen zu können. „Wünschenswert wäre, wenn wir eine ergänzende Untersuchung auch bei Lehrkräften in Lübecker weiterführenden Schulen durchführen könnten und damit die Gesamtaussagekraft der Untersuchung steigern könnten“, so Mischnik weiter. Dies ist derzeit Gegenstand von weiteren Abstimmungen, setzt aber eine Aufstockung des Personals voraus, da diese Untersuchungen zeit- und auch personalintensiv seien.

Das Team untersuchte über 200 Lehrer und Mitarbeiter von Schulen. Foto: Hansestadt Lübeck

Das Team untersuchte über 200 Lehrer und Mitarbeiter von Schulen. Foto: Hansestadt Lübeck


Text-Nummer: 142096   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 05.12.2020 um 12.25 Uhr

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