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Mutmaßliche Einbrecher waren im Hafturlaub

Lübeck: Archiv - 05.12.2020, 16.31 Uhr: Die Polizei Hamburg hat eine Einbruchserie in Hamburg aufgeklärt. Die Tatverdächtigen hatten Schaufensterscheiben eingeschlagen und hochwertige Waren aus den Auslagen entwendet. Auf die Spur führte die Ermittler ein Einbruch in Lübeck. Kurios: Zwei Verdächtige saßen zur Tatzeit bereits in Haft. Sie sollen ihren Hafturlaub für die Taten genutzt haben.

Seit Oktober 2020 kam es in Hamburg zu Geschäftseinbrüchen mit identischen Vorgehensweisen zum Nachteil von Verkaufsgeschäften hochwertiger Waren. Die Täter schlugen dabei mit bisher unbekannten Gegenständen die teilweise mit Sicherheitsglas gesicherten Schaufensterscheiben ein und stahlen aus den Auslagen hochwertige Handtaschen, Goldschmuck und ähnliche Luxuswaren.

Erste Ermittlungen ergaben, dass die Täter offenbar auch im weiteren norddeutschen Raum entsprechende Geschäfte auskundschafteten. Als es Anfang November in Lübeck zu einem Einbruch kam, konnten Polizeikräfte einen 19-jährigen Deutschen aus Hamburg-Billstedt auf frischer Tat vorläufig festnehmen.

Die weiteren Ermittlungen, auch in Sachen des Lübecker Einbruchs, wurden in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Hamburg den Einbruchstaten in Hamburg zugeordnet und vom Landeskriminalamt übernommen. Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte einen Haftbefehl und einen Durchsuchungsbeschluss für den 19-Jährigen. Die Beschlüsse wurden am 24. November 2020 vollstreckt.

Intensive Ermittlungen ergaben zudem einen Anfangsverdacht gegen einen 42-jährigen Iraner aus Billstedt und einen 39-jährigen Deutschen aus Langenhorn. Die Männer befanden sich bereits in Haft, hatten aber zu den jeweiligen Tatzeiten Hafturlaub.

Die Tatverdächtigen hatten sich bei ihren Taten mit verschiedenen Fahrzeugen den Geschäften genähert. Hierbei nutzten sie unter anderem Mietfahrzeuge, Autos von Angehörigen und E-Roller. Während die 39- und 42-Jährigen die Taten absicherten, führte der 19-Jährige die Einbrüche durch.

Infolge der Erkenntnisse wurden Durchsuchungsbeschlüsse sowohl für die Wohnungen als auch für die Zellen der beiden Männer in der Justizvollzugsanstalt erwirkt. Für den 42-Jährigen erwirkte die Staatsanwaltschaft zudem einen Haftbefehl. Die am Mittwoch zeitgleich durchgeführten Durchsuchungen führten zur Sicherstellung von Beweismitteln, Handys und 1.700 Euro, die mutmaßlich aus dem Verkauf des Diebesguts stammen. Die Männer befanden sich zu diesem Zeitpunkt erneut im Hafturlaub und konnten an ihren Wohnanschriften angetroffen werden.

Symbolbild.

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Text-Nummer: 142097   Autor: Polizei HH / red.   vom 05.12.2020 um 16.31 Uhr

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