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Handwerk erwartet ein schwieriges Jahr

Lübeck: Archiv - 08.12.2020, 14.38 Uhr: Die Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck traf sich am Dienstag virtuell zu ihrer Dezember-Sitzung. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung erstmals digital als Videokonferenz stattfinden.

Neben Beschlussfassungen unter anderem zum Haushalt und Beitrag 2021 ging es in der Vollversammlung vor allem um die Lage des regionalen Handwerks in der Corona-Pandemie sowie um aktuelle Projekte und Entwicklungen in der Handwerkskammer.

In seiner Rede ging Kammerpräsident Ralf Stamer auf die großen Herausforderungen der vergangenen Monate ein: „Die Corona-Krise hat auch das Handwerk eiskalt erwischt. Viele Betriebe hatten aus dem Nichts mit einer existenziellen Bedrohungssituation zu kämpfen. So ein Jahr geht nicht spurlos an einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern vorbei“, sagte Stamer. Viele Gewerke seien zwar vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Doch noch sei ein Ende der Pandemie nicht absehbar. „Für das Handwerk hängt viel davon ab, wie sich die gesamtwirtschaftliche Lage weiterentwickelt. Kommt es hier zu einem deutlichen Negativtrend, wird das auch das Handwerk zu spüren bekommen. Uns steht also insgesamt ein schwieriges Jahr bevor“, so der Kammerpräsident.

Auch bezogen auf die Ausbildungssituation sei das nächste Jahr entscheidend. „Wir haben in diesem Jahr deutlich zu spüren bekommen, wie wichtig es ist, Jugendliche direkt zu erreichen, zum Beispiel auf Messen, bei Informationsveranstaltungen und in den Schulen“, sagte Stamer. Auf das Engagement der Kammer bei der Nachwuchsgewinnung trotz schwieriger Umstände sei er sehr stolz. „Die Kammermitarbeiterinnen und -mitarbeiter haben alle zur Verfügung stehenden Wege genutzt, um Jugendliche und Ausbildungsbetriebe auch in Corona-Zeiten zusammenzubringen und auch kreative Lösungen gefunden. Viele digitale Angebote kamen hinzu bis hin zur Einrichtung einer Azubi-Match-Plattform, auf der bis in den späten Herbst hinein noch freie Ausbildungsplätze beworben werden konnten.“

Insgesamt 4.504 neue Lehrverträge verzeichnete die Kammer am 30. November, 374 weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Stamer: „Das Minus bei der Zahl neuer Lehrverträge schmerzt natürlich, vor allem weil es uns durch viele zielgerichtete Aktivitäten in der Nachwuchsgewinnung in den letzten Jahren gelungen war, die Zahl sogar zu erhöhen.“ Als großen Erfolg verbucht es Ralf Stamer, dass auch unter den erschwerten Bedingungen der Abstands- und Hygieneregeln alle Abschluss- und Gesellenprüfungen durchgeführt werden konnten. „Das war ein großer organisatorischer Kraftakt und ich bedanke mich bei allen Prüferinnen und Prüfern für ihren Beitrag zum Gelingen der Prüfungen.

Hauptgeschäftsführer Andreas Katschke betonte in seinem anschließenden Bericht, wie wichtig der Austausch mit den Mitgliedsbetrieben in den vergangenen Monaten gewesen sei. „Der Beratungsbedarf angesichts der Corona-Krise war immens. Wir haben seit Mitte März über 12.000 telefonische Beratungsgespräche geführt und unzählige E-Mails beantwortet“, so Katschke. Wichtigstes Ziel der Kammer sei es, ihren Mitgliedern in der größten Krise seit Jahrzehnten vollumfänglich und kompetent zur Seite zu stehen. „Für unsere 21.000 Mitgliedsbetriebe sind wir in dieser herausfordernden Zeit mehr denn je das Sprachrohr. Ihre Interessen dürfen nicht übersehen werden, damit die klein- und mittelständisch geprägten Strukturen in unserem Bundesland nicht gefährdet werden.“

Mit einer guten Nachricht an die Mitgliedsbetriebe konnte Katschke in Zusammenhang mit der Beitragsfestsetzung aufwarten. „Die Beitragssätze bleiben auch im kommenden Jahr stabil. Das ist gerade jetzt ein wichtiges Zeichen, denn unsere Mitglieder brauchen Planungssicherheit und keine zusätzlichen Belastungen.“

Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, erwartet ein schwieriges Jahr 2021. Foto: HWK

Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Lübeck, erwartet ein schwieriges Jahr 2021. Foto: HWK


Text-Nummer: 142154   Autor: HWK   vom 08.12.2020 um 14.38 Uhr

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