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Linke fordern andere Regeln zu Weihnachten

Lübeck: Archiv - 17.12.2020, 15.15 Uhr: "Die Weihnachtsbesuchsregeln in Schleswig-Holstein gehen an der Lebensrealität vieler Bürger vorbei", kritisiert Die Linke Lübeck. "Familie ist heute nicht mehr durch Vater-Mutter-Kind und Oma-Opa definiert."

"Familienmodelle sind vielfältiger geworden, auch wie Menschen Weihnachten verbringen, orientiert sich nicht mehr an dem traditionellen Familienbild", so die Linke Lübeck. "Die Bundesländer Berlin und Sachsen haben darauf reagiert und die Regeln den Lebenswirklichkeiten der Menschen angepasst, hier dürfen sich über die Feiertage fünf beziehungsweise maximal zehn Personen im engsten Familien- und Freundeskreis treffen. Hier geht es um die Anzahl, nicht um den Verwandtschaftsgrad."

Katjana Zunft, Fraktionsvorsitzende der Lübecker Linken, erklärt dazu:

(")Die Regeln forcieren ein antiquarisches Familienbild, das es heute nicht mehr gibt. Fast die Hälfte aller Haushalte in Deutschland sind alleinstehende Personen, die sich theoretisch nur mit echten Verwandten treffen dürfen, was viele gar nicht wollen oder können, sondern sich lieber mit engsten Freunden, den sogenannten Wahlverwandtschaften treffen wollen. Es ist absurd, dass der Onkel aus München anreisen darf, aber nicht die beste Freundin oder der Nachbar, mit denen man sowieso fast täglich zu tun hat und mit denen man sich seit Monaten über die Corona-Beschränkungen rettet.

Eine zahlenmäßige Kontaktbegrenzung macht vom epidemischen Geschehen her Sinn, nicht der Verwandtschaftsgrad. Es muss möglich sein, mit seinen Wahlverwandtschaften zu feiern, die einem oft näher stehen als die eigene Familie.

Die Linke fordert die Landesregierung und die verantwortlichen Parteien dringend auf, die Weihnachtsverordnung an das reale Leben der Menschen anzupassen und nicht dem Werbebild der 50er Jahre zu verharren.(")

Katjana Zunft wirft der Landesregierung ein antiquiertes Familienbild vor.

Katjana Zunft wirft der Landesregierung ein antiquiertes Familienbild vor.


Text-Nummer: 142329   Autor: Linke/red.   vom 17.12.2020 um 15.15 Uhr

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