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Kirchenkreis OH stärkt Gemeinden den Rücken

Ostholstein: Archiv - 18.12.2020, 15.58 Uhr: Die neue Landesverordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus stellt die Kirchengemeinden in Ostholstein auch im Bereich der Gottesdienste erneut vor große Herausforderungen. Sowohl Ehrenamtliche wie Hauptamtliche sind im Moment besonders gefordert, sich auf die aktuellen Entwicklungen einzustellen.

Überall im Kirchenkreis mussten und müssen die für die Entscheidung zuständigen Kirchengemeinderäte erneut darüber beraten, welche Gottesdienste und Angebote unter den aktuellen Rahmenbedingungen und bei steigenden Infektionszahlen aufrecht erhalten werden können und welche alternativen Angebote sich noch bis Heiligabend realisieren lassen.

Propst Dirk Süssenbach (Propstei Oldenburg) und der stellvertretende Propst für die Propstei Eutin, Pastor Volker Prahl, haben am Mittwoch in einem Schreiben an die Kirchengemeinderäte betont, dass sie alle Entscheidungen mittragen, die von den Kirchengemeinderäten in der Kenntnis der örtlichen Verhältnisse und in Verantwortung für die Menschen vor Ort getroffen werden. "Wir alle müssen nun überlegen, was geht und was wir mit gutem Gewissen stattfinden lassen können, auch mit Sicht auf uns als Ehrenamtliche und Hauptamtliche", heißt es in dem Schreiben.

Weihnachtsbriefe, geöffnete Kirchen zur Einkehr, Online-Angebote – es gebe eine Reihe von Möglichkeiten, die Weihnachtsbotschaft zu verkünden, ohne sich in Kirchen zu Gottesdiensten zu versammeln. Eine Möglichkeit zu Hause Weihnachten mit einem Gottesdienst zu feiern sei auch der Online-Gottesdienst auf www.kirchenkreis-ostholstein.de, der an Heiligabend ab 15 Uhr abrufbar ist.

"Wo Gottesdienste in Verantwortung nicht stattfinden können und die Weihnachtsbotschaft in anderer Weise ohne Ansteckungsgefahr verkündigt werden wird, da stelle sich die Landesbischöfin ausdrücklich, und da stellen auch wir Pröpste uns ausdrücklich auch schützend hinter diese Entscheidung unserer Kirchengemeinderäte", heißt es in dem Schreiben.

Zugleich betonen Propst Süssenbach und Pastor Prahl, dass sie sich darüber freuen, wenn Gemeinden zu der ebenso verantwortlichen Entscheidung kommen, Gottesdienste mit der Gemeinde in kleinen Gruppen zu feiern. In vielen Dorfkirchen würde bei Einhaltung der Abstandsgebote die Zahl der Teilnehmenden ohnehin deutlich unter der Zahl von 50 Personen liegen. Die Fülle an verschiedensten Angeboten in den Gemeinden werde sicher dazu führen, "dass unsere evangelische Stimme auch in diesem Jahr zu Weihnachten gehört wird und Menschen Trost und Hoffnung schenkt."

Dazu verweisen sie auf die neuen Regelungen für Schleswig-Holstein, darunter unter anderem die Begrenzung auf 50 Menschen bei Gottesdiensten in der Kirche und 100 Menschen bei Gottesdiensten unter freiem Himmel – wobei sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf jeden Fall vorher anmelden müssen. Ferner wird darauf hingewiesen, dass die Gemeinde drinnen wie draußen nicht singen darf, sondern nur musikalische Solo-Auftritte erlaubt sind. Hinzu kommt eine Vielzahl bereits bekannter Sicherheitshinweise, wie die Maskenpflicht bei Gottesdiensten in und außerhalb von Kirchen.

"Wir wissen, wie viel Kreativität, Anstrengung und Vorbereitung diese neue Situation kostet und wünschen viel Kraft und Ausdauer in dieser Zeit", schreiben Propst Süssenbach und Pastor Prahl – und erinnern an den Vorschlag von Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt, an Heiligabend um 20 Uhr gemeinsam von Balkonen, im eigenen Garten oder am offenen Fenster "Stille Nacht" zu singen und so ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen.

Die schwierige Situation verlangt allen Beteiligten viel Kreativität ab.

Die schwierige Situation verlangt allen Beteiligten viel Kreativität ab.


Text-Nummer: 142347   Autor: KK OH   vom 18.12.2020 um 15.58 Uhr

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