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Gesäuerter Advent

Lübeck: Archiv - 19.12.2020, 10.39 Uhr: Die "Gedanken zum vierten Advent" stammen von der Autorin Sabine Rußmann. Sie bewegt der Zusammenhang der Adventszeit mit der aktuellen Corona-Pandemie.

„Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, leben aber muss man es vorwärts.“ Dieser Satz von Sören Kierkegaard ist in dieser Zeit ganz wichtig zu bedenken. Der zweite Abschnitt des Satzes sollte man nicht übersehen, denn die Panepedemie Corona muss man nicht nur bedenken, sondern auch am besten überleben. Jeder hat seine verschiedenen Beschwerlichkeiten.

Auch wer mit dem Kirchenjahr lebt, dessen Feste und Inhalte nachempfindet, der hat jetzt nicht den Zeitpunkt der Rückschau des letzten Jahres erreicht. Nun müssen wir uns besonders nach der Hinschau hinbewegen. Nach den Adventssonntagen wollen und sollen wir uns nun vorwärts bewegen. Die Medien sind mehr als wir wollen dabei.

Die neuen Situationen sollten wir vorsichtig Fuß vor Fuß gehen. Manches wird bei vielen nicht wahrgenommen. Sie hoffen darauf, dass nichts am Ende in Scherben gehen kann. Auf jeden Fall sollten wir zu dieser Zeit innehalten, wahrnehmen und probieren was so noch möglich ist. Besonders in dieser schweren Coronazeit ist das möglich, was uns erlaubt wird und uns gesundheitlich fördert. Fragen wir uns, was dann noch auf uns zukommt, so sollte uns das Unbekannte nicht zu sehr erschrecken. Wir sollten uns an dem Gottvertrauen der Maria ein Beispiel nehmen. Der Engel, der ihr eine für damalige Verhältnisse fragwürdige Schwangerschaft ankündigt, wird nur von ihr selbst wahrgenommen. Man kann sich vorstellen, wie ihr Umfeld - zumal wie Josef - darauf reagiert hat. Josef ist zwar mit Maria und sie mit ihm verlobt. Bei Matthäus steht: “...aber ehe sie zusammnen waren, war sie als tragend gefunden vom Heiligen Geist.“ Insgeheim ist Josef entschlossen, sie zu verlassen. Jedoch erscheint auch ihm einen Engel, der ihm die Botschaft bringt. So bleibt er bei Maria. Sie selbst ist vom göttlichen Auftrag überzeugt und erfüllt.

Es mag sein, dass Gott uns mit dieser sozial unsicheren Situation, in der er seinen Sohn Jesus in unsere Welt schickt, uns ermutigen will. Vielleicht sagt er uns damit auch mehr, als wir wollen, uns nicht auf falsche Fährten zu verlassen. Vertraut Gott und seinen Zusagen und Wege. Das könnte für uns das Rettende beim Kommenden sein. Wir werden es im Sinne der Verwandlung erwarten.

„Denn es ist was im Kommen“, so sagt es Traugott Giesen, “alles außer Liebe ist dann überholt!“ Wie schön, dies glauben zu können! Auch, dass ein Sog in die Zeit in die Zukunft zieht. Heil gemacht werden wir alle und auch verwandeln. Und das nicht nur dermaleinst!

Bei unserer Hinschau im neuen Jahr und nach vorn könnten wir uns ein paar Fragen stellen. Nehmen wir den richtigen Weg, haben unsere erarbeiteten Möglichkeiten zur Hoffnung gereicht? Kommen die Ergebnisse uns zu Hilfe, oder helfen sie uns nur gerade zurecht?

Hoffen bei der Pandemie sollte uns die Medizin und das menschliches Verhalten geben oder dabei Sicherheit schenken. Alles sollte gut überlegt sein. Klar, jetzt ist noch Druckzeit, Mühezeit. Oft ist es um ein Ringen, was uns in der Adventszeit gelingen kann und erhoffen wollen. Aber dies Ringen ist nicht umsonst! Selbst, wenn es nach vergeblicher Liebesmüh aussieht, liegt ein Sinn darin. Nicht als Gottes Einspruch in unserer Welt. Hier und so bereitet sich der Advent und die Weihnachtszeit vor. Und wir können uns darauf einstellen mit Vorfreude und Zittern, wenn es auch diesmal bescheiden und kleiner bei uns werden soll. So, wie Jesus in der Krippe bei Ochs und Esel lag.

Schau in das Licht deiner Adventskerze und auf deinem Stern. Du fühlst den hellen und warmen Schein auf deinem Angesicht und du bist gerne du! So klein kann schon Verwandlung geschehen. Von dem Alltag, der Angst durch Corona wächst dir eine fast heilige Ruhe durch die erschöpften Gesichtszüge zu.

Frohe und gesunde und gesegnete Festtage wünscht Ihnen Ihre Autorin Sabine Russmann

Fragen und Kommentare an sabinerussmann@yahoo.de

Sabine Russmann geht in ihren Gedanken zum vierten Advent auf die Botschaft von Weihnachten in Pandemiezeiten ein.

Sabine Russmann geht in ihren Gedanken zum vierten Advent auf die Botschaft von Weihnachten in Pandemiezeiten ein.


Text-Nummer: 142363   Autor: red.   vom 19.12.2020 um 10.39 Uhr

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