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Das Grass-Haus kann jetzt virtuell besucht werden

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 20.12.2020, 10.10 Uhr: Das Günter Grass-Haus hat die vergangenen Wochen genutzt, um seine Bestände umfassend digital aufzubereiten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden ist eine „Sammlung online“, bei der 126 bebilderte Werke von Günter Grass online abrufbar sind, ergänzt um ein digitales Archiv mit knapp 50 Exponaten.

Exklusiv für das virtuelle Archiv produzierte Filme mit Nina Hoss, Anna Thalbach, Cornelia Funke, T.C. Boyle, Johann Lafer, Jan Josef Liefers, Ranga Yogeshwar, Ulrich Wickert und vielen anderen liefern zudem spannende Hintergrundinformationen und überraschende Einblicke in den Schaffensprozess von Günter Grass. Als weihnachtliches Highlight gilt der literarische „Kochkurs für Anfänger“, in dem Starkoch Johann Lafer nach einem Klick auf das Manuskript zu „Beim Häuten der Zwiebel“ ein Gericht zubereitet, das Grass in seinem imaginären „Kochkurs für Anfänger“ in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft beschreibt. Dabei erläutert Lafer, warum Günter Grass „Keine Gans ohne Beifuß“ in den Ofen schob.

Viele Themen, mit denen sich der Nobelpreisträger beschäftigt hat, sind auch heute noch brandaktuell und fanden ebenfalls Eingang in das Archiv, wie beispielsweise die Themen Umweltschutz, Rechtsradikalismus oder Flucht und Vertreibung. Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar erläutert das globalisierungskritische Werk „Zunge Zeigen“ von Günter Grass, das nach seiner Indienreise 1986 entstanden ist. Wie und warum Grass zum Beispiel die Arbeit des Rettungsschiffs „Cap Anamur“ im Mittelmeer unterstützt hat, wird in einem Gespräch deutlich, das Denis Scheck mit dem Flüchtlingsbeauftragten Stefan Schmidt geführt hat.

Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau zeigt sich erfreut über die Innovationen im Virtuellen Archiv, das Grass-Fans und diejenigen, die es noch werden können, gerade jetzt in diesen schwierigen Zeiten auch ohne physischen Museumsbesuch mit wertvollen Einblicken in das Schaffen des vielseitigen Künstlers versorgt. „Es geht uns darum, Museumsbestände zeitgemäß für Kulturinteressierte, Forschende, aber auch Schüler für den Distanz- bzw. virtuellen Unterricht verfügbar zu machen und ansprechend digital zu präsentieren. Wesentliche Voraussetzung hierfür ist die digitale Erschließung und Präsentation von Beständen, was dem Günter Grass-Haus mit dem Virtuellen Archiv auf eine besonders innovative und ansprechende Art gelungen ist. Für uns ist dies ein weiterer wichtiger Testbaustein auf dem Weg zum digitalen Kulturwerk, das im Rahmen der digitalen Strategie der Stadt als Spiegel der realen Kulturbestände in der Hansestadt entstehen wird. Wir wollen mit der digitalen Welt Lust auf das authentische, reale Erleben im Günter-Grass-Haus für die Zeit nach Corona machen.“

Für die Programmierung des virtuellen Archivs ist Joachim Lipka (MotionBrain) zuständig. Die 3D-Animationen wurden von der Lübecker Firma „Die Infografen“ erstellt. Die Firma Gradwerk half bei der Einbettung der Angebote in die bestehende Internetseite www.grass-haus.de

Das Günter Grass-Haus kann jetzt virtuell besichtigt werden. Foto: Die Infografen

Das Günter Grass-Haus kann jetzt virtuell besichtigt werden. Foto: Die Infografen


Text-Nummer: 142375   Autor: Museen/red.   vom 20.12.2020 um 10.10 Uhr

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