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Wie stehen die Chancen für weiße Weihnachten?

Lübeck: Archiv - 20.12.2020, 18.16 Uhr: Schnee zu Weihnachten ist selten. In diesem Jahr besteht aber zumindest eine kleine Chance auf einige weiße Flocken. Harald Denckmann hat die Wetterdaten ausgewertet und wagt eine Prognose bis zum neuen Jahr.

Alle machen sich Gedanken zum Jahreswechsel, da dürfen natürlich ein paar Gedanken zu Wetter und Klima nicht fehlen. Die wichtigste Meldung natürlich zuerst. Ab Weihnachten wird es erst einmal ein wenig kälter. Pünktlich zu Heiligabend schneit es eher nicht, und ob zwischen Weihnachten und Silvester ein wenig Schnee bei uns an der Küste liegt, weiß man nicht so genau, es ist aber nicht ganz unmöglich.

Zunächst befinden wir uns aber noch im vorweihnachtlichen Vorfrühling. Warme Winde aus dem Süden sorgen auch noch bis Mitte der kommenden Woche für schönes Spaziergehwetter an der Küste. Als Lübecker haben wir ja trotz Corona noch das Privileg, in Travemünde auf Abstand spazieren zu gehen. Das ist nun einmal so in diesen Tagen, denn mit den Inzidenzwerten von 230 Fällen auf 100.000 Einwohner ist nun einmal nicht zu spaßen. Hoffen wir einmal sehr, dass der neue kontaktfreudige englische Virus es nicht bis in unsere Region schafft. Den können wir im Moment wirklich nicht gebrauchen, denn wir wollen doch hoffen, dass unsere Anstrengungen greifen und die Zahlen über die Feiertage wieder langsam zurückgehen.

Zurück zum Wetter. Genau zu Heiligabend wird sich die Großwetterlage umstellen. Ein Hochdruckgebiet schiebt sich über Großbritannien und wird zusammen mit dem Tiefdruckgebiet über Osteuropa dafür sorgen, dass wir einen klassischen winterlichen Kaltlufteinbruch mit Polarluft hoch aus dem Norden bekommen. Das wird bei uns schon einmal für Abkühlung sorgen. In den folgenden Tagen erstarkt dann ein Tiefdruckgebiet über Island, das ebenfalls kalte Luftmassen zu uns führt und nebenbei auch Feuchtigkeit nach Deutschland bringt. In den Mittelgebirgen dürfte es dann schneien, aber bei uns ist Niederschlag in Form von Regen zumindest wahrscheinlicher. Kalt und ungemütlich dürfte es bis zum Jahreswechsel werden, und zwischendurch durchaus auch ein wenig stürmisch.

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Diese Großwetterlage hat noch bis in die ersten Januartage Bestand; und weiter kann man seriöser Weise von heute aus noch nicht schauen.

Ein wenig feuchter könnte es auch bei uns einmal wieder werden. Die Vegetation, besonders in den Wäldern, leidet immer noch unter der extremen Trockenheit des Jahres 2018. In dem Jahr kamen wir insgesamt in Lübeck nur auf etwa 450 mm Jahresniederschlag, was deutlich zu wenig ist für unsere Region. Gerade in den letzten Tagen ist der Wert für dieses Jahr bei Peter Faulbrücks Station in Lübeck Eichholz noch auf über 600 mm gestiegen, schön für Lübeck wäre ein Wert zwischen 700 und 800 mm; das ist in etwa das langjährige Mittel für unsere Region. Daher ist der diesjährige Wert auch wieder am unteren Rande dessen, was für unsere Verhältnisse gerade noch akzeptabel ist. Es ist schon bei uns spürbar trockener geworden in Zeiten der Klimaveränderungen auf dem Globus.

Freuen wir uns daher auf einen Jahreswechsel ohne Kanonenschläge und Raketen und hoffen, dass die Impfstoffe auch alle halten, was sie versprechen. Vielleicht gibt es in der zweiten Jahreshälfte ja langsam auch wieder Konzerte, Kinovorstellungen und Kultur in jeglicher Form. Wäre doch ganz schön. Drücken wir uns mal die Daumen, dass das Virus von jetzt an langsam den Rückzug antritt.

Ein weihnachtliches Holstentor im Schnee ist unwahrscheinlich, aber es wird zum Fest deutlich kälter. Foto:  JW/Archiv, Grafik: Harald Denckmann

Ein weihnachtliches Holstentor im Schnee ist unwahrscheinlich, aber es wird zum Fest deutlich kälter. Foto: JW/Archiv, Grafik: Harald Denckmann


Text-Nummer: 142383   Autor: Harald Denckmann   vom 20.12.2020 um 18.16 Uhr

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