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Grüne fordern Wasserstoffstrategie für Lübeck

Lübeck: Wasserstoff ist absehbar ein zentraler Baustein bei der Transformation zu einer klimaneutralen Lebens- und Wirtschaftsweise. Die Grünen beantragen daher im Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft, dass die Hansestadt eine Strategie erarbeitet, damit Lübeck sich für die Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff frühzeitig und strukturiert vorbereitet, die Potentiale konsequent nutzt und in dieser Zukunftsindustrie eine zentrale Rolle in der Region spielt.

Dazu erklärt Dr. Axel Flasbarth, Grünes Mitglied in der Bürgerschaft und im Wirtschaftsausschuss:

(")Grüner Wasserstoff, gewonnen aus erneuerbarer Energie, wird als Energieträger eine zentrale Rolle spielen, um Öl und Gas auf dem Weg zur Klimaneutralität zu ersetzen. Wasserstoff ist überall dort unerlässlich, wo besonders hohe Speicheranforderungen eine direkte Nutzung regenerativen Stroms nicht zulassen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: vom Verkehrssektor - vorrangig beim Güterfern- Schiffs- und Flugverkehr - über die Industrie bis hin zum Heizen von Gebäuden. Was wir daher jetzt brauchen ist eine kommunale Strategie, um hier vor Ort Produktion, Erforschung und Vermarktung zu unterstützen.

Auch auf Bundes- und Landesebene gibt es Strategien, die Wasserstoffnutzung und -erzeugung voranbringen sollen. Allein das schleswig-holsteinische Programm stellt 30 Millionen Euro Fördergelder bereit. Doch konkret wird es vor Ort in den Kommunen: Hier kooperieren Unternehmen, schließen sich Verbraucher zusammen und profitieren Akteure vom gegenseitigen Austausch. Für Lübeck ist das auch eine große Chance: im Bereich der Hochschulen in der Forschung, für Unternehmen durch neue Geschäftsfelder, für zukunftssichere Arbeitsplätze.

Die Initiative H2HL hat bereits hervorragende Vorarbeit geleistet. Zusammen mit der h2-Agentur haben die Lübeck Port Authority, die Entsorgungsbetriebe und die Stadtwerke Lübeck erste Pilotprojekte angestoßen. Daran wollen wir anknüpfen: Es gilt, bestehende und neue Initiativen zu verknüpfen, vorausschauend zu planen sowie finanziell zu unterstützen. Das ist schon allein deshalb notwendig, damit eine gemeinsam zu nutzende Infrastruktur entstehen kann - wo dies nötig ist - und weil bei der Erzeugung von Wasserstoff gilt: je größer der Elektrolyseur desto höher der Wirkungsgrad. Die Strategie, die wir vorschlagen, soll all das berücksichtigen, Akteure koordinieren und vernetzen, quantifizierte Ziele setzen, Ressourcen und Finanzierung klären und Verantwortlichkeiten für die Umsetzung benennen. Damit Lübeck seinen Teil auf dem Weg zur Klimaneutralität beiträgt.(")

Dr. Axel Flasbarth setzt sich für eine kommunale Wasserstoffstrategie ein.

Dr. Axel Flasbarth setzt sich für eine kommunale Wasserstoffstrategie ein.


Text-Nummer: 142591   Autor: Grüne   vom 06.01.2021 um 18.08 Uhr

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