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Epiphanias 6.Januar: Zweites Weihnachtsfest!

Lübeck: Am 6. Januar wurde der Drei Königstag gefeiert. HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende auf das Fest ein, das seiner Meinung nach viel zu wenig Beachtung findet. Die Heiligen Drei Könige seien auch ein Zeichen gegen Rassismus.

Der 6. Januar ist für die Christen der Epiphanias-Tag oder Drei-Königstag. Ganz früher war er sowas wie der eigentliche Weihnachtstag, weil die drei Heiligen Könige ihrem Stern gefolgt waren und das Kind in der Krippe am 6. Januar endlich gefunden hatten. Dreizehn Tage später als die jüdischen Hirten haben sie Jesus als Kind in der Krippe im Stall in Bethlehem angebetet. Gold, Weihrauch und Myrrhe brachten sie als Geschenke mit.

Bei uns wird der Tag zu wenig gefeiert. Manche katholischen Christen in Südeuropa und orthodoxe Christen in Russland und einigen anderen Ländern feiern den 6. Januar als Fest der Heiligen Drei Könige gewissermaßen als ihr Weihnachtsfest. Die Hirten waren Juden und ihnen erschien ein Engel am 24. Dezember, damit sie das Kind in der Krippe anbeten konnten. Lange Zeit war für die Judenchristen wichtig, dass die ersten Anbeter jüdische Hirten waren. Für die Heidenchristen im römischen Reich war es dagegen wichtig, dass die drei Könige vorher Heiden waren und Jesus verehrten.

Der wichtigste Missionar bis heute war der zum Christentum bekehrte Jude Paülus. Für ihn war auch von großer Bedeutung, dass die Könige vorher Heiden, Sterndeuter und Astrologen waren. Er hat deshalb in ganz Südeuropa ums Mittelmeer herum fast nur Heiden vom christlichen Glauben überzeugt und bekehrt.

Die Gesamt-Kirche und besonders Luther und die evangelischen Kirchen haben sich dann im Lauf der Jahrhunderte weitgehend auf die Weihnachtsfeier ab 24. Dezember geeinigt.

Von besonderer Bedeutung ist noch immer am Epiphanias-Tag 6. Januar, dass die drei Könige Kaspar, Melchior und Balthasar Stellvertreter von Europa, Asien und Afrika waren. Einer hatte eine weiße Hautfarbe, einer eine gelbe und einer eine dunkle Hautfarbe. So wurden Volksangehörige vieler Völker auf dem Erdball Christen und Brüder und Jünger von Jesus. Jesus hatte ja verkündigt, dass Gott die Menschen aller Völker als seine Geschöpfe und Kinder liebt.

Das hat heute wieder große aktuelle Bedeutung. Es gibt noch immer viel zu viel Rassismus. Menschen bilden sich etwas ein auf ihre von ihnen ja unverdient erworbene Hautfarbe. Andere blicken auf Menschen herab wegen ihrer Hautfarbe und Herkunft ohne berechtigten Grund. Der furchtbarste Diktator des letzten Jahrhunderts, dessen Namen ich nicht aussprechen möchte, hat gesagt: „Warum sollen wir Menschen weniger grausam sein als die Tiere?“ (Wenn zum Beispiel ein Stamm den nächsten ausrotten und deren Lebensraum erobern will.)

Nein, das müssen wir in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit vom Menschenaffen und vom Steinzeit-Menschen an hinter uns lassen. Durch Jesus haben wir die Möglichkeit Menschen zu werden, wie Gott uns geplant hat. Unsere Aufgabe im neuen Jahr und in der Zukunft besteht deshalb darin, auch Rassismus, Antisemitismus und die Fremdenfeindlichkeit zu beseitigen.

Alle Menschen aus allen Völkern, auch die schwierigen und nicht so ganz sympathischen, wollen wir ansehen und ansprechen mit der gütigen Art von Jesus! Ihm wollen wir als unserem Vorbild, Freund und Förderer folgen und die kirchliche Epiphanias Zeit bis Ende Januar besser feiern!

Ein möglichst erfreuliches Jahr 2021 wünscht Ihnen

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann

e-mail für Kommentare und Grüße heinzrussmann@web.de

HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht auf die Bedeutung des Drei-Königstag ein.

HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht auf die Bedeutung des Drei-Königstag ein.


Text-Nummer: 142626   Autor: red.   vom 09.01.2021 um 11.34 Uhr

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