Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Zumutung: Kritik an Impfsituation geht weiter

Schleswig-Holstein: Archiv - 12.01.2021, 10.30 Uhr: Bereits seit dem 27. Dezember 2020 wird mit mobilen Teams geimpft und seit letzter Woche ist das Impfzentrum in der Musik- und Kongresshalle aktiv (wir berichteten). Viel Kritik gibt es aber weiterhin an der Vergabe und Durchführung der Impftermine in Lübeck und in Schleswig-Holstein allgemein. Was einige Politiker als "Riesenerfolg" empfinden, sei in Wahrheit eine "Zumutung der ganz besonderen Art" meint etwa die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Birte Pauls.

Zur aktuellen Corona-Impfsituation im Land erklärt die sozialpolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, Birte Pauls:

(")Es ist Dienstag und die Telefonrallye beginnt pünktlich um 8 Uhr. Tausende Bürgerinnen und Bürger telefonieren sich die Finger wund. Windhundverfahren heißt die Devise der Landesregierung. Und zack um 8.08 sind die Termine für Kiel schon wieder alle vergeben. Die Leitungen sind dicht.

Das ist keine Wertschätzung. Und das ist auch kein "Riesenerfolg", wie die FDP es nennt, nein es ist eine Zumutung der ganz besonderen Art.

Die Antworten der FDP-Abgeordneten auf die Sorgen der Bürger sprechen Bände: "es gibt immer Verlierer". Das zeigt die Mentalität der FDP in Reinform. Hier geht es nicht um Konzerttickets, sondern hier wird mit der Angst der Bevölkerung, besonders der älteren Menschen, gespielt. Die enorme Impfbereitschaft der älteren Bevölkerung darf nicht durch dieses unwürdige Anmeldeverfahren verspielt werden. Das jetzige Impfverfahren des Landes ist schlecht für die Impfbereitschaft. Viele Menschen geben auf und warten bis der Hausarzt impfen kann.

Die Landesregierung macht mit diesem unsäglichen Anmeldeverfahren einen riesen Fehler und verspielt das Vertrauen der Bevölkerung. 14 Tage nach dem Impfstart jetzt ein Informationsschreiben hinterherzuschicken und eine zweite Hotline einzurichten, reicht nicht aus. Herr Garg, ziehen Sie endlich die Reißleine und laden Sie die Menschen nach Altersgruppen und Priorisierung schriftlich zu den Impfungen ein.

Zudem müssen Pflegedienste, Rettungsdienste und Berufsfeuerwehren die Möglichkeit bekommen, ihre Mitarbeitenden im Block anzumelden. Dort, wo Corona schon in den Einrichtungen grassiert, müssen die gesunden Pflegekräfte schnellstmöglichst geimpft werden, damit sie nicht auch noch ausfallen.(")

Birte Pauls ist seit 2009 als Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag tätig.

Birte Pauls ist seit 2009 als Abgeordnete im Schleswig-Holsteinischen Landtag tätig.


Text-Nummer: 142669   Autor: SPD LTSH/Red.   vom 12.01.2021 um 10.30 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.