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Lübecker SPD will noch attraktivere Wochenmärkte

Lübeck: Konzepte statt Streitereien sind nach Angaben des stellvertretenden SPD-Fraktionsvorsitzenden Peter Reinhardt jetzt angesagt, nachdem die Lübecker Verwaltung eine erste Vorlage zur Modernisierung der Lübecker Wochenmärkte veröffentlicht hat.

„Es bleibt bei unserem ursprünglichen Anliegen, die Attraktivität der Wochenmärkte zu erhöhen“, betont der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Peter Reinhardt.

Einig sei man sich offenbar mit der CDU darin, dass eine Modernisierung der Märkte auch mit einer moderaten Anpassung der Marktgebühren einhergehen muss - schon deshalb, weil in Zukunft nicht mehr nach laufenden Metern sondern nach Quadratmetern abgerechnet werden soll. Derzeit bezahlen die Marktbeschicker gerade mal knapp 2 Euro 70 Cent (inklusive Mehrwertsteuer) pro laufenden Meter – und das seit gut 10 Jahren. Das macht bei 10 laufenden Metern knapp 27 Euro pro Markttag. „Das kann nicht so bleiben – die Verwaltung muss kostendeckend arbeiten können“, stellte der SPD-Wirtschaftsexperte klar.

Für die sozialdemokratische Fraktion besteht zu dem Thema noch viel Diskussionsbedarf – die Verwaltung hat einen Aufschlag gemacht, jetzt liegt der Ball im Feld - es muss jetzt nichts über das Knie gebrochen werden, so Reinhardt. Da der zuständige Ausschuss ohnehin frühestens im Februar tagen wird, könnten noch offene Fragen an die Verwaltung gestellt werden Mögliche Schließungen von kleineren Märkten dürften einerseits kein Tabu sein, müssten andererseits aber auch genau geprüft werden. „Hierbei beziehen wir auch die Belange vor Ort mit ein und wägen die Entscheidung gut ab“, erklärte der SPD-Fraktionsvize Reinhardt.

Er fordert die Vertreter der Verwaltung, der Marktbeschicker und des Kooperationspartners CDU zu konstruktiven Gesprächen auf: „Die Lübecker Wochenmärkte sind gut und wichtig – gemeinsam können wir zielführende Lösungen finden, und die Wochenmärkte noch besser machen“, so Reinhardt abschließend.

Peter Reinhardt ist wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.

Peter Reinhardt ist wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.


Text-Nummer: 142704   Autor: SPD   vom 13.01.2021 um 12.19 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Jule Mandel

schrieb am 13.01.2021 um 13.13 Uhr:
Seit 2 Jahren wird über das Thema diskutiert und die SPD will jetzt anfangen, Fragen zu stellen und zu diskutieren?

Was machen diese selbsternannten „Wirtschaftsexperten“ der SPD eigentlich die ganze Zeit?

Und dann fordern sie attraktivere Wochenmärkte. Aha. Ich fordere schöneres Wetter. Ideen, wie das funktioniert, habe ich keine. Genau so wenig wie die „Wirtschaftsexperten“ der SPD.

Hier wird ja keine einzige Idee oder Forderung genannt. Null. Totalausfall. Gut, dass diese Partei immer weniger zu melden hat. Diese Stadt hat lange genug unter dieser Ideenlosigkeit und Inkompetenz gelitten.

Walter Koch

(eMail: walterkoch@travedsl.de) schrieb am 13.01.2021 um 18.21 Uhr:
@ Jule Mandel: Soso, in der SPD gibt es also Wirtschaftsexperten? Die einzige Wirtschaft der Sozis sind die Kneipen um die Ecke.

Dieter Radünz

schrieb am 13.01.2021 um 19.29 Uhr:
Man hört immer wieder das gleiche von unserem Senator Herr Schindler. Ob
Wochenmärkte oder städtische Altersheime wieviel Miese die im Jahr machen. Und das schon seit Jahren. Aber seit Jahren passiert nichts. Nun weiß er nur eine Möglichkeit kräftige Erhöhung der Kosten für Marktbetreiber.Wenn man so in der freien Wirtschaft so arbeiten würde man schon längst bei m Jobcenter gelandet.Aber leider werden die Herren beim Staat oder Stadt nicht zur Rechenschaft gezogen. Sie weiter machen.,

Uwe Witt

schrieb am 13.01.2021 um 19.36 Uhr:
Wenn ich die Kommentare von Frau Mandel und Herrn Koch lese, verstehe ich dass der Trumptismus Hochkonjunktur hat.

Rainer Müller

schrieb am 14.01.2021 um 09.57 Uhr:
seit Jahrzehnten haben die Politiker, die hier immer noch in der Bürgerschaft sitzen, die politische Ämter bekleiden öffentlich Plätze, die nicht in der Innenstadt liegen zusammen mit dem Ex-Oberbürgermeister, verkommen lassen.
Dann geben genau diese Menschen ein Studie in Auftrag und als Ergebnis kommt heraus, dass der Bereich Märkte nicht wirtschaftlich arbeitet und deswegen die Standgebühren erhöht werden müssen?

Eingerechnet in die Kalkulation, die den Schluss das nicht wirtschaftlich gearbeitet wird, natürlich auch zu 50% allgemeine Umlagen der Teile der Verwaltung, die Serviceleistungen erbringen.
Stellt sich zu erst die Frage, warum muss ein Bereich, ein Amt kostendeckend arbeiten?
Die Erzeugerpreise in Landw-, Fischerei und Forstwirtschaft in Deutschland sind nicht kostendeckend. Deswegen gehen Landwirte in die Insolvenz, resultiert ein Hofsterben.
Partein fordern ein Umdenken in der Ernährung. Regionale Produkte sollen beworben und vermarktet werden.

Macht es da nicht Sinn, die Wochenmärkte politisch, wirtschaft zu stützen, die Attraktivität zu fördern?
Statt dessen fällt ihnen ein die Standgebühren anzuheben, weil sie schon lange nicht mehr angehoben worden sind?
Die Märkte werden daruch nicht kostendeckend arbeiten, denn die Standplätze der Wochenmärkte brauchen Investitionen, die in der lübecker Politik bis dato verschlafen wurden.
Die Abschreibungen der Investitionen erhöhen die Kosten im Budget der Märkte, sie werden wieder keine Kostendeckung erreichen. Folglich müssen die Standpreise weiter angehoben werden um das zu erreichen.

Die Erzeuger, die bis dato auch keinen Kostendeckung mit den am Markt erzielten Preisen erreichen stehen in Konkurrenz zu den Discountern, die diese Preise unterhalb der kostendeckenden Erzeugerpreise anbieten könnnen.

Fazit: Erzeugerpreise sind auf den Wochenmärkten teurer als beim Discounter, weil sie zumindest kostendeckend sind. Dazu müssen die Erzeuger auf den Wochenmärkten Standgebühren bezahlen. Diese werden auf die Erzeugerpreise aufgerechnet. Die Waren werden sich noch einmal verteuern zu Gunsten der Discounter.

Eine kluge Strategie und passt zu den politisch handelnden Personen in Lübeck.