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GAL: Chance bei der Hubbrücke ergreifen

Lübeck: Der Bund hat der Stadt mehrere Handlungsoptionen für die Hubbrücken vorgestellt (wir berichteten am 25. Oktober). Am Montag diskutiert der Bauausschuss die Pläne. Die GAL spricht sich für einen barrierefreien Rad- und Gehweg auf der ehemaligen Bahnbrücke aus.

Carl Howe, baupolitischer Sprecher der GAL:

(")Die Stadt Lübeck hat die vielleicht einmalige Chance, eine alte Brückenkonstruktion zu sanieren und baulich mit der Moderne zu verbinden, indem ein zeitgemäßer barrierefreier Fuß- und Radweg entsteht, wo ehemals Züge rollten.

Wir sind bereit, den höheren Kosten zuzustimmen und sehen die Variante als große Chance, umweltfreundliche Mobilität in der Hansestadt zu fördern und weitsichtig zu handeln.

In den vergangenen Jahren hieß es regelmäßig, dass bewilligte Haushaltsmittel für Radwege nicht ausgegeben werden konnten, weil Personal fehlte, um Wege zu planen oder zu bauen. Hier besteht die Möglichkeit, die in der Vergangenheit nicht ausgegebenen Mittel sinnvoll zu verwenden. Eventuell gibt es auch Fördermittel, da wir damit endlich auch Barrierefreiheit herstellen. Hierfür einen im Verhältnis teuren Aufzug an die Brücke zu bauen, sehen wir aus denkmalpflegerischen Gründen kritisch. Dieser würde an der Stelle außerdem zu Vandalismus einladen.(")

Carl Howe möchte aus der Bahnbrücke einen Rad- und Gehweg machen.

Carl Howe möchte aus der Bahnbrücke einen Rad- und Gehweg machen.


Text-Nummer: 142725   Autor: GAL/red.   vom 14.01.2021 um 14.46 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

K.-H. Kutschner

schrieb am 14.01.2021 um 17.38 Uhr:
"Wir sind bereit, den höheren Kosten zuzustimmen und sehen die Variante als große Chance, umweltfreundliche Mobilität in der Hansestadt zu fördern und weitsichtig zu handeln."
Natüüürlich....solange es das Geld der Steuerzahler und nicht das Eigene ist, ist die GAL gerne bereit den höheren Kosten zuzustimmen.

Jako

schrieb am 14.01.2021 um 22.09 Uhr:
Geld ist Mittel zum Zweck. Eine Sanierung der Hubbrücke kostet deshalb so viel Geld, weil hier wertvolles Handwerk gefordert ist. Die Idee der GAL ist sehr gut. Sie ist zukunftsweisend, weil sie das Radfahren stärkt. Sie bewahrt ein sehenswertes historisches Bauwerk. Und es ist ein erfüllender Arbeitsplatz bis zum Tag an dem uns dieses technische Denkmal wieder zur Verfügung steht. Ich hoffe die GAL findet noch mehr Unterstützer.

Fiete Senfgeber

schrieb am 14.01.2021 um 22.40 Uhr:
Ein guter Vorschlag. Barrierefrei ein komfortabler Gehweg und Radweg unabhängig von der Fahrbahn. Ein Aufzug an dieser Stelle macht es nur komplizierter, weil eine unnötige "Barriere" (hoch - runter) geschaffen wird, technisch störanfällig, und langfristig bestimmt nicht günstiger! Vom Denkmalschutz mal ganz abgesehen. Einfach gerade rüber. Reingehaun

Peter Schmüser

schrieb am 15.01.2021 um 07.01 Uhr:
Da kann ich Hr. Howe nur zustimmen, das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Wer den Klimanotstand ausruft kann nur die CO2 freien Fortbewegungsarten fördern. In der Realität sieht es in Lübeck aber leider völlig anders aus, es wird alles getan um den Rad- und Fußverkehr zu behindern. Siehe z.B. die mitten auf dem neu gebauten Radweg, auf der Wallbrechbrücke, aufgebaute Lärmschutzwand. Da es von solchen Schikanen mehr als genug in Lübeck gibt, bin ich mir sicher, dass auch bei der Hubbrücke die für Radfahrer und Fußgänger schlechteste Variante gebaut werden wird.

AngelikaK

schrieb am 15.01.2021 um 16.25 Uhr:
Der Vorschlag der GAL ist sinnvoll und verdient Unterstützung. Nach einem Kniebruch war ich lange mit Gehhilfen unterwegs und konnte die Brückentreppe nicht bewältigen. Den sehr schmalen Gehweg auf der anderen Seite der Brücke konnte ich auch nicht benutzen. Für mich war das schrecklich. Vieles wäre einfacher, wenn zur ganz normalen Ausbildung für z.B.Verwaltungsberufe jeweils eine Woche lang die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Bürgersteige, Straßenquerungen usw. wechselweise mit Rollator, Gehhilfen und unmotorisiertem Rollstuhl ausgeübt werden müsste. Dieses sollte selbstverständlich auch Pflicht sein für die Fahrer des öffentlichen Nahverkehrs. Mit den dabei selbst erlebten Erfahrungen würde garantiert ein ganz anderer Blick auf Menschen mit körperlichen Einschränkungen möglich sein.