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Neuordnung: Land bündelt berufliche Bildung

Schleswig-Holstein: Archiv - 18.01.2021, 10.49 Uhr: Schleswig-Holstein justiert den Kompass seiner beruflichen Bildung neu: Wie im Koalitionsvertrag der Jamaika-Landesregierung festgeschrieben, hat zum 1. Januar das frisch gegründete Schleswig-Holsteinische Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) pünktlich seine Arbeit aufgenommen.

"In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels und angesichts der Tatsache, dass immer mehr junge Menschen lieber studieren als eine Ausbildung beginnen, ist es wichtig, die berufliche Bildung – vor allem die duale Ausbildung – attraktiver zu machen und zu stärken", sagte Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz heute, am 18. Januar, in Kiel. Ab sofort ist sein Ministerium für das SHIBB und damit für rund 90.000 Schülerinnen und Schüler sowie fast 5.000 Lehrkräfte an den 35 Berufsbildenden Schulen im Land zuständig.

Nach den Worten von Bildungs-Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke seien mit der neuen Behörde sämtliche Zuständigkeiten, die bislang auf vier Ministerien verteilt waren, nun unter einem Dach vereint. "Die Rolle des Bildungsministeriums bleibt dabei bedeutsam im Blick auf alle gesetzlichen Vorgaben und bildet eine wichtige Schnittstelle zu den allgemeinbildenden Schulen im Land", sagte Stenke.

Schleswig-Holstein ist nach Hamburg das zweite Bundesland, dass die berufliche Bildung in einem Landesinstitut bündelt. "Es geht uns dabei auch um eine engere Verzahnung von beruflicher Bildung mit den zunehmend komplexeren Anforderungen der Arbeitswelt", sagte Buchholz. Als eine zentrale Herausforderung nannte Stenke vor allem die Digitalisierung: "Dieser Bereich hat für die berufliche Bildung immer eine wichtige Rolle gespielt und wir haben sie in den letzten Jahren weiter gestärkt: In Schleswig-Holstein gehen 25 Prozent der Mittel für den Digitalpakt an berufsbildende Schulen. In vielen anderen Bundesländern ist das nicht der Fall."

Auch die IHK Schleswig-Holstein sieht im SHIBB einen großen Schritt nach vorn für die berufliche Ausbildung: "In den zurückliegenden Jahren wurde viel Arbeit und Energie von allen mit der beruflichen Bildung befassten Akteuren eingebracht, um das Institut an den Start zu bringen. Das Land hat diesen Prozess beeindruckend gut und kooperativ geleitet", sagte IHK-Präsidentin Friederike C. Kühn. "Nun gilt es, nach vorn zu schauen. Mit dem engeren Bezug von schulischer und betrieblicher beruflicher Bildung verbinden wir die Erwartung an innovative Impulse beispielsweise in den Bereichen Digitalisierung oder dem Übergang von der Schule in den Beruf. Wir wünschen dem SHIBB alles Gute und freuen uns auf eine zukunftsweisende Zusammenarbeit."

IHK-Präses Friederike C. Kühn sieht im SHIBB einen großen Schritt nach vorn für die berufliche Ausbildung. Foto: Archiv/H. Denckmann

IHK-Präses Friederike C. Kühn sieht im SHIBB einen großen Schritt nach vorn für die berufliche Ausbildung. Foto: Archiv/H. Denckmann


Text-Nummer: 142778   Autor: WiMi SH/Red.   vom 18.01.2021 um 10.49 Uhr

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