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Gewalt gegen Frauen: Zusätzlich 350.000 Euro für Beratung

Schleswig-Holstein: Archiv - 18.01.2021, 12.51 Uhr: Die Förderrichtlinie zur Unterstützung der Frauenfacheinrichtungen in Schleswig-Holstein für Corona-bedingte Mehrbedarfe wird verlängert. Im Zuge der Veröffentlichung im Amtsblatt zeigte sich Gleichstellungsministerin Sütterlin-Waack erleichtert.

„Auch in diesem Jahr stehen rund 350.000 Euro zur Verfügung. Damit können die Möglichkeiten einer Beratung per Telefon oder Video verbessert, das Beratungsangebot insgesamt erhöht oder zusätzliche Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen und ihre Kinder vorgehalten werden“, so Sütterlin-Waack.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Landesregierung Mittel für solche corona-bedingten Mehrbedarfe zur Verfügung gestellt. Diese waren nicht in vollem Umfang abgerufen worden und stehen nun im laufenden Haushaltsjahr zur Verfügung.

„Die Pandemie geht ja weiter. Durch die anhaltend angespannte Situation sind diese Mittel nach wie vor wichtig, um konkret vor Ort zu unterstützen und die betroffenen Frauen noch besser zu erreichen“, so Sütterlin-Waack.

Zwar sei bislang keine signifikante Erhöhung der Fallzahlen festzustellen. Gleichwohl bestehe aus Infektionsschutzgründen Bedarf beispielsweise für das Online-Angebot. Ebenfalls aus Infektionsschutzgründen müssten einige Frauenhausplätze gesperrt werden. Für diese werde Ersatz benötigt. „Damit schützen wir sowohl die betroffenen Frauen als auch die Mitarbeiterinnen vor Ort, die seit Beginn der Pandemie trotz aller Schwierigkeiten erreichbar sind und den Betrieb der Einrichtungen aufrechterhalten“.

Konkret erhalten die Kreise und kreisfreien Städte die Möglichkeiten, befristet bis zum Ende des Jahres zusätzliche Mittel für folgende Maßnahmen zu beantragen:

· Vorübergehende Einrichtung von zusätzlichen Schutzplätzen für Hochrisikofälle (bis zu 16 Plätze – Verteilung kann von den Kreisen und kreisfreien Städten in eigener Verantwortung erfolgen); Verstärkung des Beratungsangebotes durch die Frauenberatungsstellen (bis zu 10 Stunden die Woche pro Beratungsstelle);

· Einmaliger Zuschuss für die Frauenberatungsstellen zur Verbesserung ihrer technischen Ausstattung, um die Möglichkeiten der Beratung auf Distanz unter Einsatz von IT zu verbessern (bis zu 3.000 Euro pro Beratungsstelle). Dieser Zuschuss steht jedoch nur noch den Beratungsstellen zur Verfügung, die die Mittel in 2020 nicht oder nicht vollständig abgerufen haben.

Für Frauenhäuser und Beratungsstellen stehen zusätzliche finanzielle Mittel bereit. Foto: JW/Archiv

Für Frauenhäuser und Beratungsstellen stehen zusätzliche finanzielle Mittel bereit. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 142784   Autor: InnenMi   vom 18.01.2021 um 12.51 Uhr

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