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GAL: Appell der Jugend ernst nehmen!

Lübeck: Archiv - 20.01.2021, 13.42 Uhr: Vergangene Woche schlug auch der Vertreter der Jugend, Maxim Loboda, Alarm und kritisierte das Versagen der Bildungspolitik (wir berichteten). "Als GAL hatten wir bereits im vergangenen Sommer darauf gedrängt, dass kurzfristig alle Kinder und Jugendlichen mit Bedarf digitale Hardware erhalten und mit der nötigen Infrastruktur versorgt werden, um auf erneutes Distanzlernen vorbereitet zu sein. Bis heute sind noch rund 3.000 Schülerinnen und Schüler ohne Computer oder Tablet. Das ist skandalös", kritis

"Wir stellten nach den Sommerferien 2020 entsprechende Anträge im Schulausschuss und in der Bürgerschaft", so Katja Mentz, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss. "Von SPD und CDU wurde jedoch keine Dringlichkeit für unseren Antrag gesehen und auf das Bildungspaket vom Bund verwiesen. Da war jedoch bereits klar, dass das Geld vom Bund nicht ausreichen würde, um den hohen Bedarf zu decken." kritisiert Mentz weiter.

Bis heute hätten in Lübeck rund 3.000 Schülerinnen und Schüler kein digitales Endgerät um im Homeschooling zu Hause zu lernen, Aufgaben zu erledigen oder über Lernvideos selbstständig Unterrichtsstoff aufzuarbeiten oder zu recherchieren. Zwar wären im Oktober 2700 Tablets an Lübecker Schulen verteilt worden, doch bereits zu dem Zeitpunkt sei aufgrund einer Befragung an Schulen längst klar gewesen, dass der Bedarf doppelt so hoch wäre.

"Die Bildungspolitik versagt auf allen Ebenen. Das vergangene Jahr wurde nicht genutzt, um alle Schulen digital vernünftig auszustatten, alle Lehrkräfte fortzubilden und Schüler mit Tablets zu versorgen. Es mag aufgrund von Eigeninitiative vereinzelt Ausnahmen geben, unterm Strich nehmen unsere Landes- und Bundesregierungen gerade in Kauf, dass massiv viele Kinder und Jugendliche zu Bildungsverlierern gemacht werden, während Konzerne finanziell abgesichert wurden. Wir dürfen als Stadt keinen Tag länger zusehen und müssen selbst das Geld in die Hand nehmen, um zumindest die technischen Lernvoraussetzungen für alle Kinder und Jugendlichen im Distanzlernen zu schaffen. Für die Bürgerschaft hatten wir erneut einen Antrag eingestellt und einen Finanzierungsvorschlag gemacht. Da die Januarsitzung nun ausfällt, fordern wir Bürgermeister Jan Lindenau auf, eigenständig zu handeln", so Juleka Schulte-Ostermann.

Juleka Schulte-Ostermann ist die jugendpolitische Sprecherin der GAL.

Juleka Schulte-Ostermann ist die jugendpolitische Sprecherin der GAL.


Text-Nummer: 142824   Autor: GAL Lübeck/Red.   vom 20.01.2021 um 13.42 Uhr

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