Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Ab Samstag: Neue Verordnung soll Studenten entlasten

Schleswig-Holstein: Archiv - 22.01.2021, 10.49 Uhr: Das Semestergeschehen an den schleswig-holsteinische Hochschulen bleibt weiter eingeschränkt, darüber waren sich die Mitglieder der Landesrektorenkonferenz (LRK) und Wissenschaftsministerin Prien in einer gemeinsamen Beratung einig. Am morgigen Samstag, dem 23. Januar, tritt daher eine, mit den Hochschulen und Studierenden abgestimmte, neue Corona-Hochschulrechtsergänzungsverordnung (HEVO) in Kraft.

"Das weiterhin hohe Infektionsgeschehen und die Sorge um Virusmutationen führen unmittelbar dazu, dass auch das am Montag beginnende Prüfungsgeschehen größtenteils digital stattfinden muss. Präsenzprüfungen sollen nur noch in ganz geringen Ausnahme- und Härtefällen möglich sein. Wir können es nicht verantworten, Studierende aus dem ganzen Bundesgebiet anreisen zu lassen, um hier Prüfungen in Präsenz abzulegen." so Prien. Auf Grundlage der Corona-Hochschulrechtsergänzungsverordnung können die Hochschulen elektronische Prüfungen durchführen.

Der Vorsitzende der LRK, Christoph Jansen geht davon aus, dass voraussichtlich bis zu 95 Prozent online geprüft werden können. Dies sei allerdings ein enormer Kraftakt für alle Beteiligten, so Prien. Jansen merkt an: "Die LRK hat frühzeitig auf den Regelungsbedarf hingewiesen und dem Wissenschaftsministerium eine einheitliche Regelung insbesondere für den digitalen Prüfungsbetrieb empfohlen. Der Wechsel auf Online-Prüfungen muss in den Hochschulen jedoch neben dem Corona-bedingt deutlich zeitintensiveren Lehrbetrieb vorbereitet werden. Daher müssen wir bei der Durchführung von Online-Prüfungen weiterhin mit Unwägbarkeiten rechnen. Dies kann auch für die Studierenden eine zusätzliche Herausforderung werden."

Vor diesem Hintergrund zeigte sich Ministerin Prien besonders erfreut darüber, dass allen Studierenden, die eine in einem neuen beziehungsweise veränderten Format stattfinde Prüfung nicht bestehen, ein weiterer Versuch (Freiversuch) gewährt wird und erkannte zugleich an, dass dies mit Mehraufwand für die Prüfenden verbunden ist, denen sie ausdrücklich dankte. Für Studierende mit Kindern unter 14 Jahren gelte darüber hinaus eine generelle Freiversuchsregelung für nicht bestandene Prüfungen.

Auch diese Regelung trete ebenfalls morgen mit der neuen Rechtsverordnung in Kraft. In ihrem Gespräch mit der Landesastenkonferenz (LAK), das die Ministerin unmittelbar vor dem Gespräch mit den Präsidien führte, sei deutlich geworden, dass der Druck auf die Studierenden enorm sei. "Mit einer einheitlichen Regelung werden wir mehr Transparenz und Vergleichbarkeit unter den Hochschulstandorten und zwischen den Fachbereichen erreichen und tragen insbesondere der großen psychischen Belastung unserer Studierenden Rechnung."

Damit den Studierenden in Schleswig-Holstein darüber hinaus keine Nachteile entstehen, werden in der HEVO folgende Regelungen, die bereits für das Sommersemester 2020 gegolten haben, für das Wintersemester 2020/2021 fortgeschrieben:

- Das Fachsemester wird für hochschulrechtliche und ausbildungsförderungsrechtliche Regelungen, die an die Regelstudienzeit oder an die Fachsemesterzahl anknüpfen, nicht gewertet (Freisemester),
- Auf Antrag können die Hochschulen Bescheinigung über pandemiebedingte Studienverzögerung für Studierende (Regelungen zu Staatsexamina bleiben unberührt) ausstellen,
- Die individuelle Regelstudienzeit für eingeschriebene und nicht beurlaubte Studierende wird verlängert,
- Lehrveranstaltungen, die aus Gründen des Infektionsschutzes nicht in der festgelegten Unterrichtszeit abgehalten werden konnten, sollen in der unterrichtsfreien Zeit nachgeholt werden können.

Auf die Vorlage der Berichte über die Erfüllung der Lehrverpflichtung wird auch für das Jahr 2021 verzichtet. Im Hinblick auf das kommende Sommersemester sagte Prien: "Es ist davon auszugehen, dass auch das Sommersemester kein "normales" Semester wird. Innerhalb der KMK haben daher die Beratungen zum Sommersemester bereits begonnen und auch mit unseren Hochschulen wollen wir uns dazu bereits bei unserem nächsten Treffen austauschen. Mein Ziel ist es, auch für das Sommersemester mit der Ländergemeinschaft gut abgestimmt unseren Hochschulmitarbeitenden und unseren Studierenden so viel an Planungssicherheit zu geben, wie es das Pandemiegeschehen möglich macht."

Auf Grundlage der Corona-Hochschulrechtsergänzungsverordnung können die Hochschulen elektronische Prüfungen durchführen.

Auf Grundlage der Corona-Hochschulrechtsergänzungsverordnung können die Hochschulen elektronische Prüfungen durchführen.


Text-Nummer: 142866   Autor: Bimi SH/Red.   vom 22.01.2021 um 10.49 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.