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Der VfB Lübeck trifft am Sonntag auf den MSV Duisburg

Lübeck: Archiv - 29.01.2021, 14.22 Uhr: Überraschend als Mitkonkurrent im unteren Tabellendrittel reist der VfB am kommenden Sonntag nach Duisburg, wo um 13 Uhr die Partie beim Ex-Bundesligisten MSV angestoßen wird.

Die „Zebras“ stehen völlig unerwartet im Tabellenkeller und aktuell sogar auf dem letzten Platz, nachdem sie im Vorjahr noch bis zum letzten Spieltag um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gekämpft hatten, am Ende Tabellenfünfter wurden und auch in diesem Jahr als Kandidat für das obere Tabellendrittel galten. Rund um die bundesligareife MSV-Arena, in der im Sommer auch noch in der Europa-League-Endrunde gespielt wurde, ist die Enttäuschung insbesondere auch in der treuen Fangemeinde des Traditionsvereins groß.

Schon rund um das Hinspiel in Lübeck, in dem der damals noch klar favorisierte MSV beim 1:1-Unentschieden (Tore durch Yannick Deichmann und Vincent Vermeij) dem Sieg über weite Strecken näher war, hatte es Kritik an der noch sieglosen Elf gegeben. Erfolge in Unterhaching (1:0) und beim TSV 1860 München (2:0) auf den beiden folgenden Auswärtsreisen ließen die Kritiker nur kurzzeitig verstummen. Trainer Torsten Lieberknecht wurde schließlich nach drei Niederlagen in Folge Mitte November beurlaubt.

Als Nachfolger wurde Gino Lettieri, der bereits im Jahr 2015 mit dem MSV aufgestiegen, in der 2. Bundesliga aber bald entlassen worden war, an die Wedau zurückgeholt. Der 54-Jährige war zwischenzeitlich für den FSV Frankfurt und den polnischen Erstligisten Korona Kielce tätig. Unter seiner Regie wurde es aber nicht wirklich besser: In den zwölf Spielen unter seiner Regie bis zum vergangenen Dienstag standen auch nur zwei Siege (4:1 gegen Wiesbaden, 1:0 gegen Meppen) auf der Habenseite, aber auch böse Rückschläge wie das Heim-0:4 gegen den SC Verl oder das 1:2 im Abstiegsduell gegen Magdeburg vor zwei Wochen. Am Wochenende gab es eine 1:2-Heimniederlage gegen Rostock. Das 1:3 am Dienstag in Zwickau, als der MSV bereits zur Pause mit 0:3 hinten lag, kostete Lettieri schließlich schon wieder den Job. An Sportdirektor Ivica Grlic, der bei den Fans und in den Medien auch in die Kritik geraten ist, hielt die Vereinsführung um Präsident Ingo Wald jedoch fest.

Bis ein Nachfolger gefunden ist, wird die Mannschaft von Uwe Schubert betreut, der damit auch für die Partie gegen den VfB noch verantwortlich sein dürfte. Der 60-Jährige ist bereits seit Jahrzehnten in Duisburg und war auch für den MSV schon in verschiedensten Positionen tätig, insbesondere als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums. Aber auch die hochrangigen Jugendmannschaften der „Zebras“ trainierte er – und dabei unter anderem auch den heutigen Lübecker Mirko Boland in der U19-Bundesliga.

Als Interimstrainer muss Schubert derzeit mit dem Handicap leben, dass mit dem Niederländer Vincent Vermeij der beste Torschütze (sieben Saisontreffer) verletzt voraussichtlich bis März fehlen wird. Mit Orhan Ademi und Nachwuchsmann Cem Sabanli waren zuletzt auch zwei weitere Mittelstürmer verletzungsbedingt nicht dabei, sodass unter Lettieri bereits der 17-jährige Angreifer Julian Hettwer aus der A-Jugend vermehrt zu Einsätzen kam und am Dienstag in Zwickau auch das einzige Tor der Duisburger erzielte.

Insgesamt verfügt der MSV allerdings weiterhin über einen individuell durchaus namhaft besetzten Kader, in dem zahlreiche Spieler zumindest über Zweitliga-Erfahrung verfügen. Heraus ragte in der Vorrunde oftmals der 24-jährige Torhüter Leo Weinkauf (Leihe von Hannover 96), der vom „Kicker“ zuletzt als bester Torhüter des ersten Halbjahres gewählt wurde. An einem guten Tag kann auch der 34-jährige Kapitän Moritz Stoppelkamp, einst unter anderem in Hannover oder Paderborn in der Bundesliga aktiv, ein Spiel allein entscheiden. In der Defensive sind der erfahrene Innenverteidiger Dominik Schmidt (zuvor Holstein Kiel, Preußen Münster, Werder Bremen) und Rechtsverteidiger Maximilian Sauer (zuvor Fürth und Braunschweig) mit langjähriger Erst- und Zweitliga-Erfahrung ausgestattet. Im Mittelfeld verfügt Wilson Kamavuaka über Erfahrung aus der Bundesliga (Nürnberg, Darmstadt) und ersten Ligen im Ausland (Belgien, Polen, Griechenland). Bester Torschütze hinter Vermeij ist mit vier Treffern Außenstürmer Ahmet Engin, der auch mit dem MSV schon in der 2. Bundesliga spielte. Auf zwei Treffer kommen Stoppelkamp und Lukas Scepanik.

In der Winterpause wurden die Duisburger – obwohl der MSV sich wie einige andere Vereine schwer tat, die vom DFB geforderte Liquidität nachzuweisen – zudem auch auf dem Transfermarkt aktiv. So wurde Außenstürmer Federico Palacios vom Zweitligisten Jahn Regensburg ausgeliehen. Für das zentrale Mittelfeld kam Marlon Frey vom Zweitligisten SV Sandhausen. Auch wurde die Abwehr mit Stefan Velkov vom insolventen Nachbarn KFC Uerdingen 05 verstärkt.

Am Sonntag spielt der VfB Lübeck gegen den MSV Duisburg.

Am Sonntag spielt der VfB Lübeck gegen den MSV Duisburg.


Text-Nummer: 142989   Autor: VfB   vom 29.01.2021 um 14.22 Uhr

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