Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Grüne: Senioren besser schützen!

Lübeck: Archiv - 30.01.2021, 15.12 Uhr: Das Corona-Infektionsgeschehen in Lübeck bleibt hoch. Mittlerweile sind 42 Todesfälle allein in der Hansestadt im Zusammenhang mit dem Virus offiziell gemeldet. Um die besonders gefährdeten Senioren besser zu schützen, beantragen Mitglieder der Grünen Bürgerschaftsfraktion in der kommenden Sitzung des Hauptausschusses zusätzliche Schutzmaßnahmen. Dazu gehören mehr kostenlose FFP2-Masken, spezielle Einkaufszeitfenster und kostenlose Schnelltests.

Birte Duggen, Fraktionsvorsitzende der Grünen Fraktion erklärt:

(")Täglich sterben in Deutschland Menschen an dem Virus. Jede und jeder Einzelne Verstorbene in ist eine Tragödie. In Lübeck war das Infektionsgeschehen lange vergleichsweise niedrig. Das hat sich leider geändert. Wir müssen jetzt alles in unserer Macht Stehende tun, um Risikogruppen noch besser zu schützen und weiteres Unheil zu verhindern.

Wir beantragen daher in der kommenden Hauptausschusssitzung, Maßnahmen umzusetzen, die diejenigen noch besser schützen, die besonders gefährdet sind. Allem voran, muss sichergestellt werden, dass Senioren ausreichend mit FFP2-Masken versorgt sind. Der bisherige Anspruch auf insgesamt 15 FFP2-Masken pro Person seit Dezember reicht nicht aus. Außerdem sollen Senioren ihre Einkäufe erledigen können, ohne das Risiko vermeidbarer Kontakte eingehen zu müssen. Das heißt: Zwischen 9 und 11 Uhr vormittags kaufen ausschließlich Menschen über 65 ein. Um Kontakte auf dem Weg zu minimieren, wollen wir zudem Senioren Taxen zum Preis eines regulären Bustickets, bereitstellen.

Wir appellieren an alle Fraktionen und den Bürgermeister, an der Umsetzung zusätzlicher Schutzmaßnahmen mitzuwirken.(")

Bruno Hönel, Fraktionsvorsitzender der Grünen Fraktion, weiter:

(")Wir können im Kampf gegen das Virus als Stadt noch mehr tun als bisher. Es ist überfällig, dass wir jede Möglichkeit nutzen, die wir haben, um Menschen zu schützen und das Infektionsgeschehen einzudämmen. Die Verantwortung auf die Landes- oder Bundesebene zu schieben, reicht nicht aus. Was wir vorschlagen, kann vor Ort umgesetzt werden. Damit tragen wir auch endlich besser dafür Sorge, dass nicht das Einkommen darüber entscheidet, ob und wie Menschen durch die Pandemie kommen.

Zusätzlich zur bedarfsgerechten Ausgabe von kostenlosen FFP2-Masken für alle Menschen über 65 Jahren sowie Empfänger von Leistungen gemäß SGBII und SGBXII, braucht es insbesondere auch mehr Schnelltests für Besucher von Senioreneinrichtungen. Zwar gibt es in Lübeck zwei privat betriebene Testzentren - hier kosten die Tests jedoch Geld. Aber der Besuch von pflegebedürftigen Angehörigen bzw. deren Isolation darf genauso wenig eine Frage des Geldbeutels der Kinder sein, wie der Infektionsschutz selber.(")

Das Bürgerschaftsmitglied Dr. Axel Flasbarth ergänzt:

(")Ein weiterer Baustein im Kampf gegen die Pandemie sind zusätzliche Tests mit Hilfe eines Testmobils nach Tübinger Vorbild, bei dem sich jede und jeder an zentralen Orten in der Stadt unkompliziert und kostenlos testen lassen kann. Das sehr erfolgreiche Tübinger Vorbild ermittelt 2-4% positive Tests bei häufig asymptomatisch Infizierten und verringert so effizient und niedrigschwellig zusätzliche Infektionen.

Die Pandemie führt zu solchen Opfern an Leben und Gesundheit, sozialen Problemen und zerstörten wirtschaftlichen Existenzen, da ist es in einem reichen Land wie Deutschland sinnvoll und angemessen, mehr zu investieren, um durch intelligente Maßnahmen wie zusätzliches Testen die Ausbreitung einzudämmen und Folgen abzumildern. Und das gilt auch für die kommunale Ebene in Lübeck.(")

Der Antrag der Grünen im Wortlaut

Senior*innen, Geringverdiener*innen und Menschen in Armut während Corona besser schützen

Der Bürgermeister wird aufgefordert folgende Maßnahmen zum Schutz der älteren Bevölkerung, armutsgefährdeter sowie in Armut lebender Menschen (bis zur Impfung) einzuführen:

1. Die bedarfsgerechte Ausgabe von kostenlosen FFP2-Masken für alle Menschen über 65 Jahren sowie Empfänger*innen von Leistungen gemäß SGBII und SGBXII über ein Gutscheinsystem.

2. Ein spezielles Einkaufszeitfenster für Senior*innen zwischen 9 und 11 Uhr morgens.

3. Einrichtung von Senior*innentaxen zum Preis eines regulären Bustickets.

4. Die Ausgabe kostenloser Schnelltests für Besucher*innen von Senior*inneneinrichtungen.
5. Einrichtung eines Testmobils, welches nach Tübinger Vorbild unter der Woche kostenlose Schnelltests an zentralen Orten in der Stadt anbietet.

Brite Duggen wird den Antrag im Hauptausschuss der Bürgerschaft einbringen.

Brite Duggen wird den Antrag im Hauptausschuss der Bürgerschaft einbringen.


Text-Nummer: 142998   Autor: Grüne   vom 30.01.2021 um 15.12 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.