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Keine Maske aber falsches Attest: Eskalation am Bahnhof

Lübeck: Archiv - 01.02.2021, 11.55 Uhr: Eine Streife der Mobilen Kontroll- und Überwachungseinheit (MKÜ) der Bundespolizei entdeckte am Samstagabend in der Wandelhalle des Lübecker Hauptbahnhof einen Mann ohne Mund-Nasenschutz. Der Mann wurde durch die Streife angesprochen und legte daraufhin ein Attest vor, welches ihn angeblich vom Tragen des Mund-Nasenschutz befreit. Die Polizisten hatten schon des Öfteren mit solchen Attesten zu tun und wussten daher, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelte.

Der Mann wurde von den Beamten aufgefordert den Mund-Nasenschutz aufzusetzen und belehrt, dass der Anfangsverdacht einer Straftat gegen ihn bestünde. Dieser rastete völlig aus, beleidigte die Beamten, stellte den Staat und andere Institutionen infrage. Die Beamten versuchten ihn zu beruhigen, doch er steigerte sich immer weiter in sein Vorgehen rein. Durch eine anwesende Streife der DB Sicherheit erhielt die Streife der Kontroll- und Überwachungseinheit den Hinweis, dass der 34-Jährige schon des Öfteren im ÖPNV und im Bahnhof ohne Mund-Nasenschutz angetroffen worden wäre.

Da er sich nicht beruhigen wollte und auch die Beamten weiter beleidigte, wurde gegen ihn ein Platzverweis für den Bahnhof ausgesprochen. Dem wollte er nicht nachkommen und so wurde er nach mehrfacher Androhung von unmittelbarem Zwang aus dem Bahnhof geführt. Außerhalb des Bahnhofes meinte der 34-Jährige eine neue Plattform für sich entdeckt zu haben. Er wurde zunehmend aggressiver und beleidigte die Beamten weiter. Erst nach dem gegen ihn eine Gewahrsamnahme ausgesprochen und er mit zum Dienstraum am Bahnhof genommen wurde, beruhigte er sich.

Gegen den Mann wurden Strafanzeigen wegen Beleidigung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geschrieben. Außerdem bekommt die zuständige Behörde in Lübeck Kenntnis vom Fehlverhalten des Mannes und kann so eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen ihn einleiten.

Auch der Arzt wird Post von der Ermittlungsbehörde erhalten, gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse eingeleitet.

Der 34-Jährige soll bereits des Öfteren im Bahnhof keinen Mund-Nasenschutz getragen haben.

Der 34-Jährige soll bereits des Öfteren im Bahnhof keinen Mund-Nasenschutz getragen haben.


Text-Nummer: 143032   Autor: BPI Kiel/Red.   vom 01.02.2021 um 11.55 Uhr

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