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Hohe Nachfrage: Förderung für bessere Düngerverwertung

Schleswig-Holstein: Viele Landwirte in Schleswig-Holstein entscheiden sich für mehr Gewässerschutz. Das zeigt die Resonanz auf das jetzt abgeschlossene Förderprogramm "Verbesserung des Nährstoffmanagements und der Nährstoffeffizienz": Fristgerecht sind dafür 168 Anträge beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung eingegangen, von denen 128 bewilligt worden sind.

Vom 1. April bis 30. Juni 2020 konnten Landwirte in Schleswig-Holstein einen Antrag auf Förderung stellen, um die Anforderungen im Umgang mit der bundesweit geltenden Düngeverordnung besser bewältigen zu können. Diese sieht vor, das Grundwasser flächendeckend vor zu hohen Nitrateinträgen zu schützen. Bis 2022 werden Fördermittel in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro ausgezahlt.

Staatssekretärin Dr. Dorit Kuhnt lobt das Engagement: "Unser Förderprogramm ist sehr gut angenommen worden. Daran ist abzulesen: Die Landwirtinnen und Landwirte sind dazu bereit, aktiv in den Gewässerschutz zu investieren. Besonders hoch ist ihre Bereitschaft, sofern sich ihr Betrieb in einem Gebiet befindet, in dem das Grundwasser besonders gefährdet ist. Diese Aufbruchsstimmung ist ein positives Zeichen – sowohl für die Zukunft der Landwirtschaft als auch für nachhaltigen Umweltschutz."

Mithilfe technischer und baulicher Verbesserungen zur gezielten und effizienten Nutzung der Nährstoffe in der Gülle soll der Grundwasserschutz weiter verbessert und der Einsatz von Mineraldünger verringert werden. Wie zu erwarten war, haben die meisten Landwirtinnen und Landwirte die Realisierung der Investitionen in den Jahren 2021 und 2022 geplant, zumal es sich um größere und planungsintensive Bauprojekte handelt. Aufschlussreich ist in diesem Kontext auch die regionale Herkunft der teilnehmenden Betriebe: So befinden sich die meisten am Förderprogramm partizipierenden Betriebe in den gefährdeten Grundwasserkörpern – also in jenen Gebieten in Schleswig-Holstein, in denen Maßnahmen zum Grundwasserschutz besonders notwendig sind.

Von den ursprünglich 168 Anträgen konnten für 128 Antragsteller Bewilligungen ausgesprochen werden. Im Einzelnen haben 80 Landwirtinnen und Landwirte Bewilligungen für Investitionen in Wirtschaftsdüngerlagerstätten, also bauliche Anlagen wie Güllebehälter mit Abdeckungen, Mistplatten oder Lagunen zur Lagerung von verunreinigtem Oberflächenwasser erhalten sowie für die nachträgliche Abdeckung von bestehenden Wirtschaftsdüngerlagerstätten. Weitere 48 Landwirtinnen und Landwirte konnten von einer Förderung für Investitionen in emissionsmindernde Technik zum Ausbringen von Wirtschaftsdünger profitieren.

Landwirte, die in diesem Jahr einen Förderantrag für mehr Nährstoffeffizienz stellen möchten, können an dem neuen Bundesprogramm teilnehmen: www.rentenbank.de/foerderangebote/

Dr. Dorit Kuhnt ist Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Foto: Frank Peter

Dr. Dorit Kuhnt ist Staatssekretärin im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Foto: Frank Peter


Text-Nummer: 143050   Autor: MELUND SH/Red.   vom 02.02.2021 um 10.24 Uhr

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