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Neues Online-Angebot zur Einbürgerungskampagne

Schleswig-Holstein: Seit heute, dem 2. Februar, gibt es in Schleswig-Holstein ein komplett überarbeitetes und umfassendes Online-Angebot zu einer möglichen Einbürgerung für interessierte Ausländer. Einbürgerungsinteressierte finden auf einem Intrnetportal des Landes Informationen zu den Voraussetzungen, den Vorteilen und dem Ablauf und werden zu den Kontaktdaten der jeweils zuständigen Behörde in den Kreisen und kreisfreien Städten weitergeleitet.

"Wir wollen mehr Menschen bei uns in Schleswig-Holstein motivieren, sich für eine Einbürgerung zu entscheiden. Wir wollen ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Vorteile deutlich machen. Eine Einbürgerung bedeutet weit mehr als nur einen deutschen Pass zu bekommen: Sie ermöglicht vollumfänglich gleichberechtigt teilzuhaben und das gesellschaftliche und politische Leben mitzugestalten. Unser Ziel ist es, einbürgerungsinteressierte Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner bestmöglich auf ihrem Weg zu unterstützen", erklärt Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack.

Trotz der pandemiebedingten Schließungen für die Öffentlichkeit geht die Arbeit in den Behörden weiter, wenn auch mit Einschränkungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einbürgerungsbehörden bieten Einbürgerungsinteressierten auch in diesen Zeiten eine erste allgemeine Beratung per E-Mail oder Telefon an. Für persönliche Antragsstellungen und bei der Aushändigung von Einbürgerungsurkunden kommt es aufgrund der pandemiebedingten Schließungen jedoch zu Beschränkungen. Das konkrete Vorgehen sollte individuell mit der zuständigen Einbürgerungsbehörde geklärt werden.

"Alle Menschen, die sich einbürgern lassen, erhalten die vollen demokratischen Rechte deutscher Staatsangehöriger. Sie können in Ihrer Gemeinde und auf Ebene des Landes, des Bundes und der EU wählen und sich wählen lassen. Nach der Einbürgerung dürfen sie, wenn sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, in verschiedenen Berufen arbeiten, die nur deutschen Staatsangehörigen vorbehalten sind." Außerdem würden sie mit der deutschen Staatsangehörigkeit gleichzeitig EU-Bürgerin oder EU-Bürger und könnten sich fast ohne Beschränkungen in allen Mitgliedstaa­ten der EU aufhalten und erwerbstätig sein. Darüber hinaus wäre ein Familiennachzug deutlich einfacher, so die Ministerin weiter.

Ziel der noch dieses Jahr laufenden Kampagne ist es, diejenigen Personen zu informieren, die die staatsangehörigkeitsrechtlichen Voraussetzungen fast oder bereits erfüllen, aber noch keinen Einbürgerungsantrag gestellt haben. Das Innenministerium unterstützt die Kreise und kreisfreien Städte bei Bedarf mit Personalstellen. Dabei geht es um Ansprache und Information von Ausländerinnen und Ausländern und die Bearbeitung von Einbürgerungsanträgen. Auf dem Internetportal erzählen unter anderem neu eingebürgerte Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ihre ganz persönlichen Einbürgerungsgeschichten. Sie berichten von ihrer Motivation und ihren Erfahrungen. Insgesamt erhielten im Jahr 2019 3.427 Ausländer in Schleswig-Holstein die deutsche Staatsangehörigkeit. Damit stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 726 Personen und erreichte den höchsten Stand seit dem Jahr 2007.

Mit 641 Fällen bildeten die eingebürgerten Briten 2019 die größte Gruppe unter den Eingebürgerten in Schleswig-Holstein. Es folgen Eingebürgerte aus der Türkei mit 388 und Polen mit 227 Einbürgerungen.

Das überarbeitete Online-Angebot findet sich auf www.schleswig-holstein.de/.

Um die gleichen demokratischen Rechte wie deutsche Staatsangehörige zu haben, müssen Ausländer sich einbürgern lassen. Symbolbild: JW

Um die gleichen demokratischen Rechte wie deutsche Staatsangehörige zu haben, müssen Ausländer sich einbürgern lassen. Symbolbild: JW


Text-Nummer: 143056   Autor: IM SH/Red.   vom 02.02.2021 um 11.25 Uhr

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